Lieblinge des Monats September:
Britta Röder empfiehlt: Ralf Schwob: Nacht der Sinne
Auf dem Cover des aktuellen Romans „Nacht der Sinne“ von Ralf Schwob ist die Fassade eines Hochhauses abgebildet. Ein passenderes Bild hätte der Verlag edition federleicht gar nicht wählen können. Denn wie in einem Mehrparteienhaus sind in diesem vielschichtigen Roman die unterschiedlichsten Biografien auf engstem Raum – quasi Tür an Tür – direkt nebeneinander beheimatet. Drei Türen öffnet Schwob, eine nach der anderen, um uns mit seinen Protagonisten vertraut zu machen.
Wir begleiten Kim. Die junge Frau hat die letzten zehn Jahre in einem Frankfurter Gefängnis verbracht. Mit Hilfe von Sozialarbeiter Konrad will sie in Groß-Gerau ins bürgerliche Leben zurückfinden, neue Identität, Wohnung und Job inklusive.
Wir treffen Daniel, der als Polizist am Fall von Kim beteiligt war und sich seitdem mit einem schweren Trauma plagt. Denn ein Mensch ist damals ums Leben gekommen, woran er sich die Schuld gibt. Das Ereignis hat ihn völlig aus der Bahn geworfen und sein Leben ruiniert.
Der Dritte im Bunde ist Konrad, der ehrenamtlicher Seelsorger ehemalige Häftlinge bei ihrer Resozialisierung unterstützt. Kim ist seine erste weibliche Klientin. Hinter der eher spießigen Fassade verbirgt der von Verschwörungstheorien und Weltuntergangsszenarien besessene Mann ein gefährliches Doppelleben.
Beim Groß-Gerauer Stadtfest „Nacht der Sinne“ eskaliert die Konstellation dieser drei miteinander verbundenen Protagonisten und der Roman mündet in eine rasante Schlussphase.
Wir treffen Daniel, der als Polizist am Fall von Kim beteiligt war und sich seitdem mit einem schweren Trauma plagt. Denn ein Mensch ist damals ums Leben gekommen, woran er sich die Schuld gibt. Das Ereignis hat ihn völlig aus der Bahn geworfen und sein Leben ruiniert.
Der Dritte im Bunde ist Konrad, der ehrenamtlicher Seelsorger ehemalige Häftlinge bei ihrer Resozialisierung unterstützt. Kim ist seine erste weibliche Klientin. Hinter der eher spießigen Fassade verbirgt der von Verschwörungstheorien und Weltuntergangsszenarien besessene Mann ein gefährliches Doppelleben.
Beim Groß-Gerauer Stadtfest „Nacht der Sinne“ eskaliert die Konstellation dieser drei miteinander verbundenen Protagonisten und der Roman mündet in eine rasante Schlussphase.
Schwobs Spezialität ist seine schonungslose Figurenzeichnung. Er bemüht sich nicht darum, seine Protagonisten sympathisch wirken zu lassen. Stärken, Schwächen und schlechte Gewohnheiten stehen gleichberechtigt nebeneinander. Dabei zeigt er, Menschen sind nie einfach nur so wie sie sind, sie sind durch Umstände dazu geworden. Seine Figuren sind Verlierer, Kämpfer, Überlebende großer persönlicher Dramen. Er kreiert keine Helden. Alle Charaktere besitzen Ecken und Kanten, sind ungefällig, oft spröde und widersprüchlich. Und genau diese Offenheit, mit der er sie vor uns entblößt, ohne jemals zu werten, verleiht ihnen Würde und erzeugt Empathie. Denn alle – das wird sehr deutlich – sind im Grunde verletzlich.
Sprachlich orientiert sich Schwob an den Milieus, die er inszeniert. Die zahlreichen Dialoge verleihen dem Text Lebendigkeit. Es wird viel geflucht und sehr oft politisch unkorrekt gesprochen. Dem detailverliebten Lokalkolorit fügt er das jeweils passende Sozialkolorit hinzu.
A propos Lokalkolorit: Der Roman ist eine große Hommage an die Heimatstadt und Region des Groß-Gerauer Autors. Alle Schauplätze sind real existierend, akribisch recherchiert und i-Tüpfelchen-genau wiedergegeben. Für Ortkundige wird die Lektüre zum großen Wiedererkennungsspiel, aber auch Auswärtige profitieren von der präzisen Ausstattung für ihr Kopfkino.
Die Handlung findet auf zwei Zeitebenen zwischen Gegenwartserzählung und personenbezogener Vorgeschichte statt. Wie im Film werden die passenden Rückblicke eingeblendet, wodurch Spannung und Tempo profitieren.
Man kann den Roman als pure Unterhaltung genießen. Aber der Text funktioniert durchaus auch sozialkritisch. Schwob zeigt, wie es ist, ohne zu polemisieren. Er macht Missstände sichtbar, ohne mit dem Finger auf die Betroffenen zu zeigen.
Wie im echten Leben prallen Schicksale aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Schwob führt das Gegensätzliche mühelos zu einem großen Ganzen zusammen und offenbart, wie eben doch alles mit allem zusammenhängt, wie Verantwortlichkeiten entstehen, wie daraus aber auch Chancen erwachsen können.
Fazit: Für mich sein bisher vielleicht bester Roman, ein wenig back to he roots in Sachen psychologische Tiefe, die er in eine spannende krimiähnliche Handlung gepackt hat.
Ralf Schwob liest am Dienstag, 08.09.26 um 19 Uhr in der Buchhandlung, Eintritt € 10,00.
Edition Federleicht, 978-3-689-35023-9, € 18,00
Lisa Quentin: Die Bernsteinfischerin
Ebba Bredow und Julika Lukas – zwei ganz unterschiedliche Frauen mit der gleichen Leidenschaft für Bernstein. Ebba kennt ihn ihr ganzes langes Leben, sie hat schon als Kind zusammen mit ihrem Vater am Strand von Wogoro Bernstein gesammelt. Einen besonderen Bernstein mit faszinierendem Einschluss hat sie nicht abgegeben, hat eine Bestrafung riskiert, denn Bernstein war in diesen Zeiten wichtig für die Kriegswirtschaft. Stattdessen hatte sie ihn bei Leo versteckt, der damals ihr liebster Kinderfreund war und später auch ihr Liebster wurde. Lange Zeit hat sie kein eigenes Leben geführt, sondern mit Leos Unterstützung die Wünsche der Eltern umgesetzt. Und trotzdem war es im Rückblick ein gutes Leben.
Julika hingegen hat ihr Leben noch vor sich. Ihre Leidenschaft gilt der Erforschung von Bernstein, und als sie Ebbas Bernstein untersucht, scheint die Inkluse alles auf den Kopf zu stellen, was sie bisher zu wissen glaubt. Ob die alte Dame ihr Näheres erzählen kann? Ein erstes Treffen ist für Julika ziemlich unangenehm. Dabei war es schwer genug, sich ein paar Tage Auszeit von zu Hause zu nehmen, und sie weiß auch nicht, was sie bei ihrer Rückkehr erwartet. Nur, dass sie diesem Bernstein auf den Grund gehen möchte, komme, was wolle, dessen ist sie sich sicher …
Das ist ein faszinierender Roman, in dem die Autorin Lisa Quentin nicht nur zwei Zeitebenen miteinander verwebt, sondern das auch noch mit viel Wissenswertem über Bernstein und wissenschaftliches Arbeiten spickt. Das ist dicht gepackt und könnte zu viel sein. Ist es aber nicht, denn Quentin gibt dem Ganzen einen Rhythmus, der uns Leser:innen richtig in Bann hält. Zudem sind die beiden Hauptfiguren Julika und Ebba interessante Charaktere, mit Ecken und Kanten und relevantem Privatleben. Das ist wirklich ein richtig gelungener und spannender Roman, nachdem man wieder ein bisschen klüger durch die Welt geht.
rütten & loening, 978-3-352-01027-9, € 22,00
Gianrico Carofiglio: Drei Uhr morgens
Antonio ist in der neunten Klasse, als er ohnmächtig zu Boden geht. Schon einmal, als er einen Freund besuchte, war ihm schwarz vor Augen geworden, aber der hinzugezogene Arzt meinte, das läge am Wachstum. Diesmal kommt er ins Krankenhaus und nach den Untersuchungen kommt die Diagnose Epilepsie. Er solle sich schonen, auf kohlesäurehaltige Getränke verzichten und auch kein Fußball mehr spielen, außerdem morgens, mittags, abends Tabletten nehmen. Antonio fühlt sich, als wäre sein Leben vorbei, er verliert den Lebensmut. Irgendwann beschließen seine Eltern, ihn von Professor Gastaut untersuchen zu lassen, der als Koryphäe auf dem Gebiet der Epilepsie gilt und die Fachklinik in Marseille leitet. Gastaut bestätigt die Diagnose, aber ändert die Medikation und lässt vor allem wieder normales Leben mit Sport und allem zu. In drei Jahren solle er wiederkommen.
Drei Jahre später fährt Antonio nur mit seinem Vater nach Marseille zur Kontrolle. Diesmal haben sie kein Hotelzimmer gebucht, denn der Vater hat am Nachmittag zuhause schon wieder Termine. Professor Gastaut hält Antonio für geheilt, abschließend könne man das aber erst nach 48 Stunden ohne Schlaf und einem anschließenden Test bewerten. Zwei Tage mit seinem Vater durch Marseille ziehen – Antonio kann sich wenig vorstellen, was schlimmer ist. Doch die Aussicht, ein vollkommen normales Leben führen zu können, ist sehr verlockend; die beiden mieten ein Hotelzimmer, obwohl sie genau wissen, dass sie dort nur wenig Zeit verbringen werden. Und dann gehen sie los, geraten in gefährliche Ecken und ungewöhnliche Lokale, gehen Schwimmen und werden zu einer Party eingeladen – und die ganze Zeit reden sie miteinander. Auf Augenhöhe und mit einer Nähe, die sie beide nicht erwartet hatten.
Gianrico Carofglio lässt den 50jährigen Antonio von dieser Zeit erzählen. Ein bisschen wehmütig und sicherlich auch einen Hauch schönfärbend – es waren sehr besondere zwei Tage für Vater und Sohn. Wir Leser:innen sind mittendrin, eher auf der Seite des Sohnes, aber zunehmend auch mit großem Verständnis dem Vater gegenüber. Und ein bisschen hoffen wir, hoffe ich, dass dieses auf-Augenhöhe-sein auch mit den eigenen Kindern gelingt.
Unionsverlag, Übersetzung: Verena von Koskull, 978-3-293-20936-7, € 13,00
Heinz Liepman: Das Vaterland
Es ist Ende März 1933, die „Kulm“ kehrt nach drei Monaten Fischfang zurück in ihren Heimathafen Hamburg. An Bord sind elf Menschen, die sich auf zuhause freuen. Elf Menschen unterschiedlicher politischer Couleur, die aber in den drei Monaten der gemeinsamen Fahrt, problemlos miteinander auskamen. Der erste „Ruck“ geht durch die Mannschaft, als ihnen ein Schiff entgegenkommt, auf dem statt der schwarz-rot-goldenen Flagge die rot-weiß-schwarze weht und dazu eine mit Hakenkreuz. Schon der Wunsch nach Kaffee, den der erste Offizier Hannes Petersen direkt danach äußert, ist ein Befehl: Der Jude solle ihm einen Kaffee bringen. Der „Jude“, das ist Koch Arthur Jacobson, der diese Art der Anrede schon lange nicht mehr gehört hat und auch nicht mehr zu hören hoffte. Sie retten einen Schwimmer, der, als er hört, sie führen ein deutsches Schiff, in selbstmörderischer Absicht zurück ins Wasser geht – und verstehen es nicht.
Dann legt die „Kulm“ an, die elf Männer begeben sich in ihre „Freizeitleben“ – und erkennen schnell, was sich innerhalb von wenigen Wochen Herrschaft der Faschisten geändert hat. Jeder, der gegen Hitler ist, muss Angst haben, in Lagern zu verschwinden und dort Folter und Zwangsarbeit zu erleiden. Jeder, der sich in irgendeiner Form kritisch äußert, muss Angst um sein Leben haben. Anhand dieser elf Männer beschreibt der Autor, wie tiefgreifend die Veränderungen waren – und wie gewalttätig und mörderisch Menschen werden können, wenn sie mit Macht ausgestattet werden.
„Pamphlet“ – so hat der Journalist und Autor Heinz Liepman sein im Herbst 1933 erschienenes Buch „Das Vaterland“ überschrieben. Da war er schon nach Paris geflohen und sein Buch erschien in Amsterdam sowohl in deutscher als auch in holländischer Sprache. Im Vorwort bezeugt er, dass die Ereignisse, die er schildert, entweder von ihm selbst erlebt wurden, oder von Personen, für deren Zuverlässigkeit er bürgt. Das Nachwort von Wilfried Weinke rückt den Inhalt des Buches dann endgültig ins Non-Fiktionale – Weinke setzt darin die Biographie des Autors und diesen „Roman“ in direkten Zusammenhang mit den Geschehnissen in Hitler-Deutschland.
Das Buch ist schonungslos, aber nicht reißerisch, es hat trotz seiner nur rund 200 Seiten großes Gewicht. Der Pendragon Verlag, der es gerade neu aufgelegt hat (nun zum dritten Mal in deutscher Sprache, nach 1933 und 1979), verdient großes Lob dafür. Und ich möchte es eigentlich allen Wahlberechtigten dringend empfehlen. Auch wenn es sicherlich auch bei Ihnen für schlechten Schlaf sorgen wird.
Pendragon Verlag, 978-3-86532-921-9, € 14,00
Emma Carroll: Dracula & Töchter
Auch wenn in Temstown schon ganz lange niemand mehr an einem Vampirbiss starb – oder vielmehr durch dessen Biss selbst zum Vampir wurde -, ist niemand in der ganzen Stadt wirklich entspannt. Man geht seinen Verpflichtungen nach, aber die Rituale zur Sicherheit sind allüberall; Lavendel in den Taschen, Silber um den Hals und an den Fingern, Knoblauch zu jedem Essen, all das soll Vampire fernhalten. Doch nun ist die junge Schauspielerin Elsie Irving während einer Vorstellung tot zusammengebrochen. Auch wenn Theaterdirektor Bram Stoker und Zunftmeister Dr. Helsing abwiegeln und die Schauspielerin schnellstmöglich und mit besonderem Vampirschutz zu Grabe tragen, die Gefahr einer neuen Vampir-Epidemie steht im Raum.
Mina und ihr bester Freund Varney sind Gehilfen am Institut von Dr. Polidori. Mina, weil sie sich erhofft, möglichst viel über Medizin zu lernen, denn sie ist älter als zwölf Jahre und somit ist ihr ein Schulbesuch untersagt. Varney hingegen braucht das Geld. Jetzt sieht Mina eine Chance, endlich Wissen zu erwerben, Wissen, das Dr. Polidori bisher vor ihr verborgen hat – sie will Elsie Irvings Leiche ins Institut überführen, damit dort alle Untersuchungen durchgeführt werden können. Dann muss Polidori sie ja daran teilhaben lassen und er muss Varney auch endlich den ausstehenden Lohn zahlen. Doch der Plan geht schief und nur durch das Eingreifen der Bestatterin Mrs. Drake und ihrer Tochter Bella gelingt es Mina, den Friedhof überhaupt verlassen zu können. Dass Varney einen Grund hatte, nicht wie vereinbart aufzutauchen, einen Grund der ihn und ganz Temstown das Leben kosten könnte, das erfährt Mina erst später. Ob sie mit ihrer Schwester Buffy und Bella Drake die Epidemie aufhalten kann?
Horror ist nicht mein Genre, Jugendbücher lese ich aber gerne und viele. „Dracula & Töchter“ ist eines, das mich begeistert hat: Es ist superspannend und es ist gruselig, aber nicht unangenehm gruselig. Die Autorin Emma Carroll spielt mit dem Genre und den bekannten Protagonisten (Dr. Helsing, Bram Stoker, Buffy – alles bekannte Namen, denen sie ein neues Leben gibt) und packt einiges an Humor hinein. Außerdem sind ihre Hauptpersonen Mina, Bella und Buffy absolute Lieblingscharaktere, man möchte sehr gerne mit ihnen befreundet sein. Das hier ist der erste Band einer Trilogie und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Der Verlag empfiehlt das Buch von 10 bis 13 Jahren, ich finde, wer zurückhaltenden Grusel und tolle Spannung mag, kann das auch gut im Erwachsenenalter lesen.
Carlsen Verlag, Übersetzung Fabienne Pfeiffer, 978-3-551-55980-7, € 15,00
Stefanie Taschinski: Bo und die Wilde 26 – Ein Buchstaben-Abenteuer
Die Herbstferien stehen vor der Tür. Bo ist seit ein paar Wochen in der Schule, aber das Lesen, die Buchstaben, davor gruselt sich Bo ein bisschen. Das kommt ihm so kompliziert vor! Sein Vater ist Tierarzt und scheint das gar nicht zu verstehen, LESEN ist doch ein so großes, schönes Abenteuer! Bo möchte aber in diesen Ferien lieber ein richtiges Abenteuer erleben, einen Berg erklimmen zum Beispiel. Oder mit dem Spezialpaket, auf das er wartet, andere Planeten entdecken. Am nächsten Morgen steht tatsächlich ein Paket vor der Tür! Als er das Band öffnet, mit dem es verschnürt ist, fliegt der Deckel ab: heraus flitzen 26 Minischafe. Alle haben einen Buchstaben auf ihrem Shirt, manche tragen Brille, andere ein Krönchen, eines nuckelt sogar noch am Schnuller. Bo hat alle Mühe, sie beieinander zu halten. Und dann liest sein Vater auch noch im beiliegenden Brief, dass Bo mit den Minischafen den Gipfel des Mupi-Berges erklimmen soll! Mit der Karte in der Hand macht er sich auf den Weg …
Die 26 Minischafe haben natürlich alle einen anderen Buchstaben auf ihrem Shirt und bilden zusammen das Alphabet. Das haben Sie sich sicher schon gedacht?! Und der Berg, den Bo erklimmen soll, steht stellvertretend für die Schwierigkeit, aus diesen 26 Buchstaben einen verständlichen Text herauszulesen. Die Kulturtechnik des Lesens ist nämlich durchaus mühevoll. Die Autorin Stefanie Taschinski, die mit der „kleinen Dame“ und „Herrn Kreideweiß“ zwei großartige Kinderbuchcharaktere erfunden und über diese beiden sehr schöne Geschichten geschrieben hat, hat sich zur Veranschaulichung dieser Lese-Lern-Aufgabe dieses „Buchstaben-Abenteuer“ ausgedacht. Der Text ist durchgehend gereimt (manchmal etwas hakelig, das gebe ich zu), er lässt sich prima vorlesen – und lädt, immer dann, wenn die Schafe besonders aktiv sind, auch ganz „frische“ Schulkinder zum Selbstlesen ein. Auf den Bildern von Christiane Hansen gibt es viel zu Entdecken – Bilderanschauen ist eine wichtige Vorstufe vom Lesen – und sie ergänzen die Geschichte sehr passend.
Und falls Sie bei der Begleitung des Erstlesekindes, das dieses Buch in Händen hält, ein paar Hintergrundinfos haben wollen: das Buch schließt mit einer Doppelseite Lese-Lern-Wissen ab.
Arena Verlag, 978-3-401-71555-1, € 13,00