Unsere Newsletter in 2022 - Buchhandlung und Verlag Bornhofen in Gernsheim am Rhein

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Die BücherEulen im 4. Quartal 2022:
Büchereule 02-12-2022

Liebe Büchermenschen,

die Adventswochenenden sind immer sehr besonders: Irgendwie braucht man von allem ein wenig mehr. Ein wenig mehr Zeit für Familienaktivitäten, und sei es „nur“ für den gemeinsamen Adventskalender. Ein wenig mehr Zeit für sich selbst, weil die Wochen so fordernd sind. Und ein wenig mehr Zeit für alle anderen, weil man ja genau bedenken will, wer was bekommen soll. Irgendwie klappt das in jedem Jahr, wie genau, weiß glaub‘ ich, auch das Christkind nicht. Mir fällt da Tucholksy ein: „Tröste Dich. Etwas ist immer.“ Vielleicht hilft vor allem ein bisschen mehr Gelassenheit …

Ich hab‘ n diesem Jahr, sozusagen als kleine Erinnerungsstütze, eine Tannenbaumbrosche oder Tannenbaumohrringe an: Ich guck‘ in den Spiegel und schwupps werd‘ ich auch im Alltag ein bisschen ruhiger. Funktioniert übrigens auch, wenn mich jemand drauf anspricht: Die Kollegin nannte mich heute „Frau Christbaum“, wir mussten beide grinsen und fröhlicher war uns auch zu Mute. Ich beginne, die Weihnachtspullover im englischsprachigen Raum zu verstehen.

Worte helfen natürlich auch. Dieses Joachim-Ringelnatz-Gedicht zum Beispiel:
 
Vorfreude auf Weihnachten
 
Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.
 
Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. -
 
Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.
 
Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
 
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

 
Alle unfeindlich sein – das wäre schön. Aber vermutlich wird das auch an Weihnachten 2022 nicht gelingen.
Aber das Zusammenstehen, das kann schon gelingen. Durch Ihre Hilfe haben wir gerade 12 Gasstrahler kaufen können, sie gehen mit Daniel Twardzik, der immer wieder fährt, direkt in die Ukraine. Schmerzmittel haben wir noch dazugepackt und Verbandsmaterial auch. Falls Sie selbst noch etwas versenden wollen: DHL nimmt an und übernimmt die Kosten. LINK
Durch die Kerzengieß-Aktion in der Stadtwabe sind rund 100 € zusammengekommen, im Kässchen waren noch 50 € - es gehen also auch noch 200 € direkt ins Ahrtal. Einen großen Dank an Sie alle!
Wenn Sie noch eine Stunde Zeit haben, lege ich Ihnen wärmstens diese Sendung der Radiophilharmonie des NDR ans Herz. Die „altbekannte“ Geschichte von Geizkragen Scrooge und dem Geist der Weihnacht wurde 2020 aufgezeichnet: Und so gibt es diese wirklich gelungene Mischung aus klassischer Musik und Sprache sowohl anzuhören als auch anzusehen. LINK

In Buchform gibt es „A Christmas Carol“ in allen möglichen und unmöglichen Ausgaben. In Originalsprache oder in deutscher Übersetzung, ohne Bilder, mit Vignetten oder farbenfroh. Besonders schön ist die Ausgabe mit Illustrationen von Robert Ingpen – es gibt eine kleine Reihe bei Knesebeck, in der Klassiker der Weltliteratur mit seinen Illustrationen erschienen sind. Dickens‘ Weihnachtsgeschichte ist nun nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet, aber ab den höheren Grundschulklassen sind diese schönen Bücher perfekt. Und für die ganze Familie dann sowieso. Knesebeck hat die Geschichte von Claudia Müller-Wallraf neu übersetzen lassen, und ihr ist das sehr angemessen altmodisch und trotzdem sehr frisch gelungen. (Die Geschichte über Ebenezer Scrooge und die Geister der Weihnacht muss ich Ihnen sicher nicht erzählen …)  

Und auch mit dem zweiten Buchtipp bleiben wir in England. Der Waliser Dylan Thomas nimmt uns mit ins Weihnachten seiner Kindheit – und das ist so anrührend und schön zu lesen, dass sich alles gleich viel weihnachtlicher anfühlt. Ich finde das ziemlich erstaunlich, weil Thomas als Erwachsener ein nicht sehr glückliches Leben führte, er war Alkoholiker, konnte seine Familie trotz schriftstellerischer Erfolge kaum ernähren und starb jung. Seine Gedichte, Essays und Theaterstücke hingegen zählen in Groß-Britannien zum vielgelesenen Kanon. Besonders diese Weihnachtserlebnisse sind geliebt und die hier vorgestellte Ausgabe im Insel-Verlag (auch diese ist in der Buchhandlung vorrätig) ist zudem wundervoll gestaltet. Auch hier handelt es sich um eine Neuübersetzung, Eike Schönfeld haben wir diese freundlichen Texte zu verdanken. Insgesamt gibt es da nicht wirklich viel zu lesen, es eignet sich auch zum Vorlesen für Jung und Alt.

Dass ich mit dieser Büchereule keine Termine versende, das hatte ich Ihnen ja schon gesagt. Aber in eigener Sache informieren, das möchte ich schon:
 


Am Donnerstag und Freitag ist am Nachmittag noch eine Theaterveranstaltung für Kinder in der Stadtwabe. Online ist da nichts zu finden, das Plakat ist in der Buchhandlung (und ich zu Hause …). Aber falls Sie Interesse haben: Ab morgen hängt das Plakat an den Blumenpötten vor der Tür (da hängen immer mal Plakate, die wir wichtig finden, bei denen wir aber nur Info-Vermittlung sind).

Wie immer ziemlich am Ende der Büchereule gibt es einen Hinweis auf den Bilderbuchpfad: Dort ist noch bis zum 24.12.2022 „Die kleine Hexe – Winterzauber mit Abraxas“ zu spazierenzusehen. Otfried Preusslers kleine Hexe ist schon immer eines meiner Lieblingsbücher, ich freue mich sehr, dass wir vom Don-Bosco-Verlag die Erlaubnis bekommen haben, den Bilderbuchpfad damit zu füllen. Man muss aber ein bisschen Zeit mitbringen, die Texte sind länger als alles bisher.
In meiner Kindheit hatte das Buch ausschließlich Kohlezeichnungen von Winnie Gebhardt, die neueren Ausgaben sind bunt illustriert – Daniel Napp hat sich dabei an Gebhardts Stil orientiert, sodass es mir vorkommt, als wäre das schon immer alles so wie im Pfad. Ab Heiligabend wird dann für zwei Wochen „Das Wichtigste an Weihnachten“ zu sehen sein.

Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr, das war der letzte Newsletter in 2022. Ich sage von Herzen Danke: Ich bin nach wie vor glücklich, so tolle Kundschaft zu haben!
Alle vom Team und ich wünschen Ihnen geruhsame und frohe Weihnachtstage, viele freudvolle Stunden (und gutes Essen obenauf). Lassen Sie es sich gut gehen – wir alle brauchen auch für 2023 Kraft für alles, was dann ansteht.
Und natürlich wünschen wir Ihnen auch einen wirklich guten Rutsch ins neue Jahr mitsamt sanfter Landung. Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst, Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der Buchhandlung Bornhofen
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
Fon 06258 4242, Fax 06258 51777
info@buchhandlung-bornhofen.de
HRA Darmstadt 53224

Büchereule 01-12-2022

Liebe Büchermenschen,

Winterschlaf

Indem man sich nun mehr zum Winter wendet,
Hat es der Dichter schwer,
Der Sommer ist geendet,
Und eine Blume wächst nicht mehr.

Was soll man da besingen?
Die meisten Requisiten sind vereist.
Man muß schon in die eigene Seele dringen
- Jedoch, da haperts meist.

Man sitzt besorgt auf seinem hintern,
Man sinnt und sitzt sich seine Hose durch,
- Da hilf das eben nichts, da muß man überwintern
Wie Frosch und Lurch.

Klabund (eigentlich Alfred Georg Hermann Henschke)

Mir geht es heute ein bisschen wie Klabund: Ich sitze hier und weiß nicht, was ich Ihnen erzählen soll.
(Aber nicht wegen Winterschlaf, sondern eher wegen Weihnachtsgewusel …)

Einen witzigen Link zu einer Literarischen Uhr, die für jede Minute eine passende Textstelle anzeigt, den gibts allerdings doch – viel Spaß damit! -: LINK
 

Neue Termine, ja nun, die auch. Und weil sie wichtig sind, gibt’s diese Büchereule überhaupt
  • Am Dienstag, 13.12.2022 ist um 15.30 Uhr in der Peter-Schöffer-Schule eine Lesung aus „Ein Zwergmammut verschenkt man nicht“. Der Autor Knut Krüger ist am Vormittag schon in den vierten Klassen der Grundschule (da liest er aber aus zwei anderen Büchern) und bleibt am Nachmittag noch für dieses herrliche Abenteuer dort. Der Eintritt ist frei.

  
 
  • Am dritten und vierten Adventssamstag (10.12. und 17.12.) ist am Vormittag wieder der Verkaufsstand des Gernsheimer Tierheims gegenüber der Buchhandlung aufgebaut: Da gibt es wunderbar warme Stricksachen, leckere Plätzchen und      noch viele andere Dinge, die sich auch als Geschenk eignen. Falls man sie nicht lieber behalten möchte 😊
  • Die Lesung mit Stefan Schwarz, die am 23.11.2022 sehr kurzfristig ausfallen musste, ist auf Freitag, den 20.01.2023 verschoben. Alle verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit. Falls Sie eine Karte besitzen, der Termin aber nicht passt: Eine Rückgabe ist selbstverständlich möglich, bitte vorbeikommen. Die Lesung findet im Café Omalisbeth statt und beginnt um 19 Uhr. Ein paar wenige Karten für 10 € sind noch verfügbar.
  • Ein paar Tage vorher kommt Rüdiger Bertram, der unglaublich viele Kinderbücher geschrieben hat – und nur ein einziges Jugendbuch: „Der Pfad“, in dem es um einen Jungen während des zweiten Weltkrieges geht, um Hilfsbereitschaft und Mut zu Zeiten großer Grausamkeit. Ich finde es großartig, sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Der Roman hat keinen einzigen Preis gewonnen (vielleicht, weil der Autor in den Köpfen der Juror*innen in der Schublade Kinderbuchautor steckt …), aber die Verfilmung hat den Deutschen Filmpreis im Segment Kinderfilm, den Goldenen Spatz und den Kindertiger gewonnen. Mehr geht nicht. Im Gymnasium liest Bertram am 17.01.2023 am Vormittag in Schulklassen und am Abend – auch aus „Der Pfad“ – in der Aula für alle anderen Menschen. Beginn ist 19 Uhr. Am 18.01.2023 ist er dann in der Johannes-Gutenberg-Schule. Das wird richtig gut!
 
Den Termin am Samstag (03.12.2022) in der Stadtwabe ist Ihnen sicherlich bekannt, aber ich erwähne ihn lieber nochmal: Von 15 bis 17.30 Uhr freuen sich Birgit Weinmann und ich auf Kindergarten- und Grundschulkinder. Es gibt Bilderbuchkino und Kerzengießen, weihnachtliche (und andere) Girlanden und hübsche Basteleien. Beim Bilderbuchkino sind auch längere Geschichten dabei, winterlich oder weihnachtlich sind sie alle. Einfach rumkommen!

Und sonst ist wirklich viel für 2023 in Planung: Ein Abend hier in der Buchhandlung, in Kooperation mit dem HR, bei dem sich ein Spieleverlag vorstellen wird, kommt im Februar oder März. Gertraude Selzer mit ihrem „Mord in der Schöfferstadt“ ebenso. Die „Literarischen Damen“ (also Birgit Weinmann und ich) starten eine kleine Reihe „Gernsheim liest und hört zu“ in der Stadtwabe: Wir beiden bringen kurze Auszüge aus Büchern mit und lesen sie vor – und jeder, der auch kommen mag, darf das gleiche tun. Keiner muss einen Text mitbringen, aber jeder darf! Gespräche über das Gehörte sind sehr erwünscht, aber auch das ist kein Muss. Wir wollen einfach eine zwanglose Möglichkeit anbieten, sich intensiver mit schönen, anregenden, humorvollen, hintergründigen Geschichten zu beschäftigen. Termine gebe ich alsbald bekannt. Für Kinder wird es ganz neue Veranstaltungsformate geben, da entsteht gerade eine neue, wirklich tolle Kooperation für vier Termine inmitten der Woche. Das alles ist dann ausgiebig Thema in der ersten Büchereule im Januar …

Die Lesefreuden bestehen derzeit vor allem aus weihnachtlichen Romanen und Kriminalromanen. Nichts Literarisches, eher unterhaltsam – vor allem aber so, dass man sich gleich sehr viel weihnachtlicher fühlt. Auf Herz und Nieren geprüft habe ich bisher die Titel auf dem Foto. Manche schon im Vorjahr (oder noch früher), aber das tut dem Flair ja keinen Abbruch 😊

  

Außerdem möchte ich Sie noch auf unseren Buchhandlungs-Adventskalender hinweisen: Jeden Morgen bekommt die*der erste Kund*in eine hübsche Aufmerksamkeit. Dabei ist es egal, ob diese „Erstbegegnung“ persönlich, am Telefon, per Mail oder Whatsapp ist – immer die erste erwachsene Person nach 9 Uhr darf sich besonders freuen. Und auch an Kinder haben wir gedacht, die haben nämlich andersfarbige Päckchen stehen. Wir freuen uns, wenn Sie sich freuen.

Was fehlt? Der Bilderbuchpfad. Da ist noch bis zum 10.12.2022 „Der kleine Häwelmann“ zu spazierenzusehen. Eigentlich wollte ich schon winterlich starten, es hat sich aber anders ergeben. Winterlich wird’s dann beim nächsten Mal.

Damit verabschiede ich mich für heute – vielleicht sehen wir uns ja morgen in der Stadtwabe? – und wünsche Ihnen eine gute, fröhliche, gerne auch ruhige Adventszeit. So wie Sie es gerne haben, möge es bitte werden, ja? Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst, Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der Buchhandlung Bornhofen
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
Fon 06258 4242, Fax 06258 51777
info@buchhandlung-bornhofen.de
HRA Darmstadt 53224

Büchereule 02-11-2022

Liebe Büchermenschen,

das waren ereignisreiche Wochen … Viele Veranstaltungen, einige Organisationen zusätzlich und gestern und heute noch vertauschte Rollen: Ich war Zuhörerin bei mutigen Kindern, die zum Vorlesen in die Buchhandlung kamen. Das hat mir viel Freude bereitet (und ein paar Scherzfragen mehr kann ich jetzt auch!).
Die Lesung am Mittwoch (Stefan Schwarz: Der kleine Gartenversager) ist fast ausverkauft und sonst steht „nur noch“ ein Kinderlesetag mit Knut Krüger am 13.12.2022 an. Und ich bin übrigens schon in der Planung für 2023. Die Ideen werden einfach nicht weniger #kicher

Im Alltag merken wir, dass langsam Weihnachten in Sicht kommt – wir lieben Stöber- und Beratungskundschaft! Beim Einkauf hatte ich, neben der Vielfalt im Sortiment, in diesem Jahr auch ein Augenmerk auf besonders schöne und trotzdem günstige Bildbände: Das sind wirklich stattliche Geschenke. Und da ich mich besonders bei den kleineren Verlagen umgeguckt habe, finden Sie diese auch nicht überall. Hier auf dem Foto sehen Sie Beispiele. Außerdem haben wir ein bisschen durchsortiert und das Körbchen vor der Tür mit herabgesetzten Eintragbüchern gefüttert; auch die eignen sich als Geschenk. (Alles, solange der Vorrat reicht. Nicht alle günstigen Bildbände lassen sich nachbestellen.)
  

Außerdem sind schon Unicef-Karten da, falls Sie in diesem Jahr besonders früh loslegen wollen mit dem Kartenschreiben. Die Unicef-Karten suchen wir nicht selbst aus – das machen die Freiwilligen des Vereins ganz und gar großartig, es ist eine sehr vielfältige Mischung. Andere Karten, auch ohne Plastik-Umverpackung, und versandfähige Adventskalender sind auch an Bord.
Und, damit auch das gesagt ist: Wir packen auch an Weihnachten total gerne ein! Manchmal brauchen wir ein wenig zeitlichen Vorlauf, wenn Sie uns also bei Bestellungen schon gleich sagen, was verpackt werden soll, ist das hilfreich. Oder wenn Sie im Laden aussuchen und einfach noch nicht alles gleich mitnehmen (wir haben ja auch weiterhin unseren Bringservice!). Wir versehen alles gerne mit ablösbaren Aufklebern, damit es auch ja keine Verwechslungen gibt. Einen kleinen Rest Nicht-Recycling-Papier brauchen wir noch auf – und dann ist auch an Weihnachten alles so umweltfreundlich eingepackt wie es irgend geht. Beim Bändchen knoble ich gerade – aber auch da findet sich eine Lösung, wenn erst einmal die Kräuselbandreste aufgebraucht sind.

Neu im Sortiment ist Geschenkpapier auf der Rolle aus dem Graetz-Verlag, wenn Sie lieber selbst einpacken. Das hat zwar keine Recycling-Qualität, aber nur sehr kurze Wege auf der Straße: Das ist hinsichtlich Umweltschutz auch ein wichtiger Aspekt. (Ich finde übrigens, dass das mit der Nachhaltigkeit ganz schön kompliziert ist …)

Bei unserem Buchvorstellungsabend haben wir das ganz gut hinbekommen: Das Essen war regional und überwiegend bio, die Getränke in Glasflaschen, die Tischdecken geerbt, die Deko wiederverwendbar und selbstverständlich gab es kein Einmal-Geschirr. Und es war ein richtig schöner Abend mit Ihnen! Lars Baumann, der mit mir zusammen die Bücher vorgestellt hat, lässt noch schön grüßen 😊 Einen Überblick der empfohlenen Bücher kann ich Ihnen erst im Dezember geben, soweit bin ich einfach noch nicht. Aber zwei November-Empfehlungen gibt es hier. Beide völlig unweihnachtlich, sie gehören eher ins Segment „Schmöker“, sind also bestens geeignet für einen gemütlichen Tag auf der Couch.

Norbert Klugmann: Bitte parken Sie nicht in unserem Schaufenster
Die Waitzstraße in Hamburg-Othmarschen ist bekannt für ihre Einkaufsmöglichkeiten und die Vielfalt an Kulinarik. Es gibt außerdem unzählige ärztliche Praxen und auch die ein oder andere Anlaufstelle für alternative Heilmethoden. Berühmt ist sie jedoch für etwas ganz anderes - dort passieren mehrmals im Jahr die immer gleichen Unfälle: Eine ältere Person am Steuer eines SUVs verwechselt beim Ausparken Gas und Bremse, es gibt einen kurzen Moment das laute Geräusch eines hochdrehenden Motors, gefolgt von einem noch lauteren „Rumms“ – und besagter SUV steht an einer Wand oder in einem Schaufenster. Bisher ist noch niemand ernsthaft zu Schaden gekommen.
Soweit, so wahr. Norbert Klugmann nimmt diese Realität als Basis und baut daraus eine Geschichte, die es in sich hat! In seinem Roman ist es eine Art Heimatstolz, den die Othmarscher auf ihre Straße samt Unfällen haben. Jeder weiß, warum das passiert, wer verunfallt ist und wie die Familienstruktur sich danach verändert. Aber niemand, wirklich niemand weiß eine Verhinderungsmöglichkeit. Der othmarsche Stolz wird stark angeknackst, als in Poppenbüttel, einem anderen Stadtteil Hamburgs, plötzlich ähnliche Unfälle stattfinden. Professor a.D. Ehrenreich fühlt sich berufen, Othmarschen hervorzuheben – und er neigt zu außergewöhnlichen Ideen …
Norbert Klugmann hat einen sehr genauen Blick auf die Bewohner*innen seines Hamburger Kosmos – und seziert Eigenheiten und Vorgehensweisen mit reichlich Humor. Dabei kommt niemand, wirklich niemand, gut weg, und doch steckt soviel Wohlwollen in den Beschreibungen, dass das überhaupt nicht stört. Dieses Buch ist eine herrliche Posse!
Gmeiner Verlag, 978-3-8392-0237-1, € 14,00

Jo Leevers: Café Leben
Henrietta, Anfang 30, ist selbst ein wenig erstaunt, dass sie diesen Job ergattern kann – irgendetwas in ihrem ungewöhnlichen Bewerbungsgespräch hat Audrey von ihr überzeugt. Ob es ihre Direktheit ist oder das organisatorische Können? Oder vielleicht auch ihr Hang, Gefühlsäußerungen wenig Aufmerksamkeit beizumessen? Ihre Introvertiertheit? Jedenfalls wird sie die nächsten Wochen damit verbringen, die Lebensgeschichten von Menschen aufzuschreiben, die schwer krank sind. Dafür sind sechs bis sieben gemeinsame Sitzungen nötig, und meist soll dies eine Art Vermächtnis an die Nachwelt sein, so zumindest beschreibt es Audrey. Bei Annie, Ende 60 und Henriettas erste Klientin, ist das jedoch anders: Sie will sich gar nicht mit ihrer Vergangenheit befassen und sie hat keine Verwandten mehr und Freunde eigentlich auch nicht. Dass Henrietta ziemlich unbeteiligt guckt, aber fest auf Nennung aller Fakten beharrt, ist gleichzeitig Annies Glück und eingeforderte Anstrengung: Sie muss, um ihr "Lebensbuch" schreiben zu lassen, mit dem frühen Tod ihrer Schwester abschließen. Und Henrietta ist sich sicher, dass das nur geht, wenn sie herausfindet, was damals geschah.
Das ist kein Krimi und es ist auch nicht eines von diesen übergefühligen Büchern, eher im Gegenteil - und doch lebt und fühlt man mit den beiden mit. Immer wieder erinnert sich Annie an die beginnenden 70er Jahre, dieses London-Feeling ist sensationell! Nicht nur schön und interessant, sondern eben auch rassistisch und gefährlich (es ist die Zeit der schrecklichen IRA-Attentate). Eine erstaunliche, faszinierende Mischung: unbedingte Leseempfehlung!
Verlag Droemer, Übersetzung: Maria Hochsieder, 978-3-426-28280-9, € 20,00

 
 
Das Gedicht dieser Büchereule stammt von Manfred Kyber. Entdeckt habe ich es in „Das große Buch der Tiergedichte und Lieder“, einem großartigen Hausbuch mit hinreißenden Illustrationen von Britta Teckentrup (mehr davon, wenn ich die Texte zum Buchvorstellungsabend fertig habe). Das Gedicht von Herrn Kyber ist aber auch ohne Illustrationen, quasi solo, schön und klug:
   
Rabenschnabelschnupfen
  
Die Raben haben Schnabelschnupfen
  Und scheinen gar nicht wohl zu sein.
  In Tücher mit und ohne Tupfen
  Verpacken sie sich sorgsam ein.
  
  Die Sache ist durchaus bedenklich,
  Wie man hier leider, leider sieht.
  Und auch die Kinder scheinen kränklich
  Und von erkältetem Gemüt.
  
  Oh, schont euch, hütet euch zu hupfen
  Und bleibt im Neste weich gewiegt,
  Dass ihr zum Rabenschnabelschnupfen
  Nicht auch das Krallenrheuma kriegt!
  
Manfred Kyber
Passender als der Rabenschnabelschnupfen kann ein Gedicht im   November gar nicht sein, oder? Auch schön novembrig ist das Bild, das im Städel   gerade die digitale Sammlung eröffnet: Seine-Ufer im Herbst von Alfred   Sisley: https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/seine-ufer-im-herbst
  Die digitalen Angebote der Museen sind mittlerweile wirklich toll und   unbedingt einen Blick wert. Hingehen ist natürlich noch schöner … Am 26.11.   und 27.11.2022 ist ein Städelbesuch bei freiem Eintritt möglich.

 
Erinnern möchte ich Sie noch ans Kerzenwachs: Falls Sie welches übrig haben, nehmen wir das gerne für den Stadtwaben-Advent am 03.12.2022. Ich biete gemeinsam mit Birgit Weinmann Bilderbuchkino und einige Aktionen an – wir freuen uns über rege Teilnahme. Die gegossenen Kerzen werden während der Adventszeit in der Buchhandlung zu Gunsten des Ahrtals verkauft. (Zum Einkauf für die Ukraine bin ich übrigens leider noch nicht gekommen, das steht für Anfang nächster Woche an. 400 € waren in der Kasse! Großen Dank an Sie!)
 

 
Womit endet die Büchereule? Wie nahezu immer mit dem Bilderbuchpfad. Dort ist gerade ein Märchen von Oscar Wilde spazierenzusehen, „Der selbstsüchtige Riese“ heißt es. Ab dem 26.11.2022 gibt es dann einen winterlichen Inhalt.
 
 
Damit verabschiede ich mich. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, weder Schnupfen noch Rheuma sondern: gute Gesundheit. Schöne Stunden, nette Menschen, fröhliches Miteinander und gutes Essen obenauf.
Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst, Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der Buchhandlung Bornhofen
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
Fon 06258 4242, Fax 06258 51777
info@buchhandlung-bornhofen.de
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Büchereule 01-11-2022

Liebe Büchermenschen,

im Juli und August jeden Jahres habe ich viele Termine mit Verlagsvertretungen, ich bestelle zu diesem Zeitpunkt ungefähr zwei Drittel der Bücher, die im Herbst/Winter hier in der Buchhandlung stehen. Sehr oft erzählen mir die Vertreter*innen Sachen, die so nicht in den Vorschauen stehen, manchmal kann ich mir das auch merken …

Im August stellte mir Herr Bader, in dessen Tasche die Verlage Aufbau, Ecco, Ueberreuter und noch einige andere sind, eine Biographie vor. Mich hat erschüttert, dass ich den Namen Philipp Auerbach, über den diese Biographie ist, da zum ersten Mal hörte: Auerbach war zu Beginn der 1950er Jahre sehr bekannt, er war Jude und hatte Auschwitz überlebt. Schon kurz nach Ende des Krieges war er in vielen, teils behördlichen Funktionen für Entschädigungen an Opfer des Holocausts zuständig. Und er hinterfragte Vorgesetzte, Richter, öffentliche Personen – ihm entging keine Nazi-Vergangenheit. Das wurde ihm zum Verhängnis. Im August 1952 wurde er wegen Betrugs und Veruntreuung verurteilt und nahm sich noch am gleichen Tag das Leben. Denn die Richter, die den Schuldspruch aussprachen: Sie waren ehemalige Nazis und wollten den für sie sehr ungemütlichen Philipp Auerbach zum Schweigen bringen. (Er wurde 1954 vollkommen rehabilitiert!) Im Klappentext steht: „Sein Schicksal steht symbolhaft dafür, dass es die »Stunde Null« nach dem Krieg so nicht gegeben hat. Dass alte Eliten zu neuen wurden und der Antisemitismus fortlebte. Hans-Hermann Klares fulminante Biographie taucht die Nachkriegszeit in neues Licht. Sie lässt eine Welt wieder auferstehen, in der Hundertausende Displaced Persons in Deutschland für ein Leben in Würde kämpfen mussten.“

Einmal mehr hat mich dieses Gespräch davon überzeugt, dass es immer wieder und immer neu nötig ist, Faschismus – damals und auch heute – zum Thema zu machen. Wie in jedem Jahr hat der Verein Memor in Kooperation mit dem Gymnasium Gernsheim zum Gedenken an die Reichspogromnacht eine Veranstaltung organisiert, die genau das tut: Die Einladung für Donnerstag, 10.11.2022 in die Aula des Gymnasiums finden Sie im Anhang.
 
Außerdem möchte ich Ihnen das Arolsen Archiv ans Herz legen, das über eine informative Homepage verfügt. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze, sich mit dem Leben der Opfer der NS-Zeit zu beschäftigen: LINK
Vom 24.11.2022 bis 14.12.2022 ist deren Ausstellung #StolenMemory auf dem Karolinenplatz in Darmstadt anzusehen, das werde ich in jedem Fall tun!

In den nächsten Wochen werde ich wieder einmal das Ukraine-Kässchen leeren und von den über 300 € Kindernahrung und haltbare Lebensmittel kaufen – das geht direkt in die Ukraine. Eigentlich hatte ich einen Fonds unterstützen wollen, der Bilderbücher für nach Deutschland Geflohene kauft und verteilt, aber das Genannte für dort scheint mir doch wichtiger. Einen großen Dank an Sie alle!

Zurück zur Vertreterei … Im Juli war Herr Pierre-Louis bei mir, in dessen Tasche viele Kinder- und Jugendbuchverlage sind. Unter anderem auch der Magellan-Verlag: Und in diesem Verlag ist das Bilderbuch erschienen, dass heuer die Gernsheimer Bilderbucheule bekommt! Nachdem nun alle 15 Termine in den Gernsheimer Kindergärten „erledigt“ sind, die Kinder also alle sechs Bilderbücher gehört und gesehen haben, hat die Auszählung einen eindeutigen Sieger ergeben. „Nur noch zehn Minuten kleiner Drache“ hat klare, sehr bunte Bilder, es ist gereimt, und die Geschichte erzählt sowohl vom Regeln-nicht-ganz-befolgen als auch vom einander Helfen. Die Kinder mochten es sehr! Aber sie haben auch bei allen andern Büchern sehr gut und sehr gerne zugehört. Wenn alles gut geht, machen wir das im nächsten Jahr wieder!

  

Bei zwei anderen Vertreterbesuchen war ich übrigens nicht so ganz fit: Da habe ich Adventskalender sowohl im Frühjahr als auch im Sommer bestellt. Wir haben also einfach zu viele davon … Auf alle Adventskalender, die kein Buch sind und auch keine Bücher enthalten, geben wir darum 20  % Rabatt

Ach, und, Kalender: Der Wandplaner 2023 ist in Druck, er hat diesmal Zitate von Kathrine Mansfield „drauf“ – ab Ende November liegt er kostenlos zum Abholen bereit. Wie immer ist er 50 x 70 cm groß und sehr übersichtlich. Statt eines Gedichtes gibt es in dieser Büchereule zwei ihrer „Sätze fürs Leben“:
„Wir müssen zu unseren Ansichten stehen und es riskieren, um ihretwillen zu Fall zu kommen.“
„Es ist von größter Wichtigkeit, dass wir lernen, über uns selbst zu lachen.“

Und der Gernsheim-Kalender 2023 mit den tollen Bildern von Frank Andres ist genau auch fast fertig. Es war gar nicht leicht, sich zwischen den vielen schönen Fotos zu entscheiden. Und fürs August-Bild hab‘ ich mich strenggenommen auch gar nicht entscheiden: Das ist einfach vierteilig.

  

Auf dem insgesamt vierten Foto sehen Sie Arno Camenisch, der uns am 1. November eine fantastische Lesung geboten hat. Im nicht weniger fantastischen Café Omalisbeth. Ich dachte, das ist ein guter Ansatz, Sie nochmal auf die Lesung mit Stefan Schwarz am Mittwoch, 23.11.2022 hinzuweisen, die ja auch dort stattfindet. Und „Der kleine Gartenversager“ ist ein wirklich amüsantes Buch!

Damit sind wir bei den Terminen
(Der Buchvorstellungsabend am 12.11.2022 ist ausgebucht.)
Am Freitag, 18.11.2022 (ab 15 Uhr) und Samstag, 19.11.2022 (ab 10 Uhr) höre ich zu! Im Rahmen des deutschlandweiten Vorlesetages lasse ich mir von Kindern der zweiten und dritten Schulklasse vorlesen, was immer sie vorlesen wollen: Eine kleine Sequenz aus dem Lieblingsbuch, einen Witz, eine Scherzfrage … Ein Dankeschön für jede*n Vorleser*in liegt bereit 😊 Ick freu mir!
Am Samstag, 03.12.2022 von 15 bis 18 Uhr gibt’s den „Stadtwaben-Advent“ mit Kerzenziehen fürs Ahrtal (wir sammeln schon Wachs dafür!), Bilderbuchkino und noch diesem und jenem. Einfach vorbeikommen! An diesem Wochenende ist auch Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, wir ergänzen ihn …
Am Dienstag, 13.12.2022 ab 15 Uhr gibt es eine kostenlose Lesung für Grundschulkinder. Knut Krüger liest aus „Ein Zwergmammut verschenkt man nicht“ – und es wird ganz großartig! Am Vormittag liest er schon in den vierten Klassen der Peter-Schöffer-Schule. (Der Lesungsort liegt noch nicht fest, Info kommt!)
Am Mittwoch, 18.01.2023 ab 19 Uhr liest Rüdiger Bertram in der Aula des Gymnasiums aus „Der Pfad“. Das ist ein Jugendbuch – aber auch alle Erwachsenen sind herzlich geladen, denn es ist interessant und wichtig! Rüdiger Bertram ist an diesem Mittwoch und am Donnerstag darauf auch in den Schulklassen der Johannes-Gutenberg-Schule und des Gymnasiums, er „versorgt“ ganze Schulklassen.

Im Anhang finden Sie auch eine Einladung von JOSchA für eine Gruselwanderung: Sie ist am 17.11.2022 und wird sicher toll! (Da bin ich überhaupt nicht involviert – aber darum geht es ja nicht. Sondern darum, dass möglichst viele Kinder möglichst viele schöne Möglichkeiten bekommen.)
Ein Buch möchte ich noch empfehlen, es ist eine Restauflage und nur noch eingeschränkt verfügbar.
Wie immer finden Sie alle sechs Monatsempfehlungen auf der Homepage: LINK

Ernst Strouhal & Christoph Winder: Böse Briefe – Eine Geschichte des Drohens und Erpressens
Auf dem Cover ist der Titel folgerichtig mit ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben dargestellt: Sicherlich ist das bei vielen der erste Gedanke, wenn der Begriff „Erpresserbrief“ fällt, diese Darstellung ist als typisches Bild ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Dass sie in Wahrheit gar nicht oft vorkommt, was stattdessen Verwendung findet – dem widmet sich das zweite Kapitel des vorliegenden Buches.
Voran geht eine Art Einleitung und die anschließenden sechs Kapitel (von 3 Terror durch Sprache bis 8 Über den Umgang mit Gespenstern) beleuchten diese Art Briefe hinsichtlich vieler Aspekte und über Ländergrenzen hinweg. Dabei ist die jeweilige Einordnung klug und gut lesbar, es gibt eine Vielzahl von (kommentierten) Beispielen.
„Böse Briefe“ ist kein erbaulicher Bildband im eigentlichen Sinn. Die abgedruckten Beispiele und die dazugehörigen Geschichten sind teilweise brutal und menschenfeindlich, andere sind sexistisch und ja, einige auch unterhaltsam. Aber: Trotzdem ist es lesenswert und interessant, es ist gerade nicht voyeuristisch, sondern so neutral es eben geht. Die Erkenntnisse daraus ergänzen viel von dem, was ich über Hasspostings im Netz oder auch #meetoo weiß – und das macht das Buch relevanter, als es mir lieb ist. (Wenn es nicht von Verlagsseite her um die Hälfte heruntergesetzt worden wäre, hätte ich es vermutlich weder eingekauft noch gelesen. Ein echter Verlust.)
Brandstädter Verlag, 978-3-7106-0152-1, € 17,99

Wie immer endet die Büchereule mit dem Hinweis auf den Bilderbuchpfad: Dort ist noch bis 12.11.2022 Heinz Janischs Geschichte „Ein Geschenk für den König“ spazierenzusehen. Der König bekommt viele Dinge – doch erst eine Umarmung macht ihn glücklich. Silke Leffler hat die Geschichte farbenfrohe und sehr passend illustriert.
Vielleicht sehen wir uns ja bei der ein oder anderen Veranstaltung? Ich würde mich sehr freuen!

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und viele schöne Momente, nette Menschen, gutes Essen.
Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst, Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der Buchhandlung Bornhofen
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
Fon 06258 4242, Fax 06258 51777
info@buchhandlung-bornhofen.de
HRA Darmstadt 53224

Büchereule 02-10-2022

Liebe Büchermenschen,

das ist eine auszeichnungsreiche Woche! Deutscher Buchpreis, Lieblingsbuch der Unabhängigen, Kinder- und Jugenbuchpreis, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – vier Preise an sieben Tage. Und alles ist im Internet mitanzusehen, teilweise sogar im Nachhinein ansehbar. Das finde ich ausgesprochen praktisch und richtig gut: Wer hat schon immer dann Zeit, wenn das gerade stattfindet … Falls auch Sie das irgendwann sehen mögen: Hier sind alle Links.
 
https://www.deutscher-buchpreis.de/preisverleihung-2022
https://www.youtube.com/watch?v=jtYlAwOq1QA
https://www.jugendliteratur.org/

Die Verleihung des Friedenspreises steht noch aus. Vielleicht mögen Sie sich das ja am Sonntag, ab 10.45 Uhr in der ARD ansehen (danach vermutlich in der Mediathek) …
"Wenn die Kultur schweigt, bedeutet es, dass die Angst gewonnen hat. Die Sprache ist die Überwindung der Angst.", sagte Serhij Zhadan, der am Sonntag mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird, am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Frankfurter Buchmesse.

Die Feder kritzelt

Die Feder kritzelt: Hölle das!
Bin ich verdammt zum Kritzeln-Müssen? -
So greif' ich kühn zum Tintenfaß
und schreib' mit dicken Tintenflüssen.

Wie läuft das hin, so voll, so breit!
Wie glückt mir alles, wie ich's treibe!
Zwar fehlt der Schrift die Deutlichkeit -
Was tut's? Wer liest denn, was ich schreibe?
 
Friedrich Nietzsche (1844 bis 1900)
 
Vermutlich fragt sich das jede*r Autor*in – „wer liest denn, was ich schreibe?“. Zumindest für die ausgezeichneten Bücher lässt sich sagen, dass es dann doch einige Menschen sein werden 😉 Und Friedrich Nietzsche zählt ja auch nicht zu den „Ungelesenen“ …

Bezüglich des Buchpreises – ich habe das Buch noch nicht lesen können, es ist im Nachdruck - ist hier eine Stellungnahme von einem Mitglied der Jury. Ich weiß, die Wogen gehen hoch, Kim de l‘Horizon wird wahlweise hochgelobt oder verrissen (und ich habe tatsächlich den Eindruck, da geht es um den Menschen hinter dem Buch und nicht ums Buch selbst), genau darum finde ich diese Aussage so wichtig: „Wir haben es uns wahrlich nicht einfach gemacht. Unsere letztliche Entscheidung hatte bewusst nichts mit Kalkül zu tun, sondern orientierte sich allein an der einhelligen Auffassung, dass wir einen Text ausgezeichnet haben, der uns alle mit seiner experimentellen Dringlichkeit und Kraft literarisch und emotional überzeugt hat. Es soll eine Einladung sein für alle, die sich auf eine Welt einlassen möchten, die mit konventionellen Mitteln nicht so einfach abzubilden ist.“ So schreibt Uli Ormanns von der Agnes Buchhandlung in Köln.
Wenn es wieder „an Bord“ ist, werde ich es lesen – und dann können wir gerne reden …
 
Bleiben wir noch ein wenig bei der Buchmesse, die ja der Rahmen für all die Auszeichnungen ist. Denn Spanien als Gastland hat wahnsinnig viel zu bieten: Hier also noch zwei Buchempfehlungen aus dem Spanischen.

Ralf Schwob empfiehlt - Javier Marias: Mein Herz so weiß
Javier Marias Roman „Mein Herz so weiß" machte den spanischen Autor in den 90er Jahren schlagartig einem internationalen Lesepublikum bekannt. Die Geschichte des Dolmetschers Juan, der über Umwege und Zufälle dem Lebensgeheimnis seines Vaters und damit auch seiner eigenen Existenz auf die Spur kommt, ist ein beeindruckendes Stück zeitgenössischer Literatur.
Der Roman beginnt mit einer drastischen Szene. Die Familie ist beim Essen versammelt, als die junge Teresa vom Tisch aufsteht, sich ins Bad begibt und sich dort erschießt. Sie ist die Tante von Juan, dem Erzähler im Roman, der zu jener Zeit noch nicht geboren ist. Juans Vater heiratet darauf die jüngere Schwester Teresas, Juana.
Obwohl der Roman kein Krimi ist, möchte ich die Hintergründe für Teresas Selbstmord hier noch nicht offenbaren. Tatsächlich hat Juans Vater mehr als einmal Schuld auf sich geladen, was den Suizid Teresas am Ende in einem vollkommen anderen Licht erscheinen lässt. Der Roman ist, wie gesagt kein Krimi, es geht nicht darum, einen Schuldigen zu überführen, vielmehr beschäftigt er sich mit der Gewalt, die Menschen anderen Menschen antun können, in dem sie etwas offenbaren oder aber verschweigen.
Javier Marias schreibt oft längere Passagen ohne Absätze, aber wenn man sich dem Fluss des Textes überlässt, entwickelt seine Art des Erzählens einen Sog, dem gut zu folgen ist und der eine große sprachliche Kraft entfaltet. „Mein Herz so weiß" ist kein Buch, das man eben mal so „wegliest", sondern ein tiefgründiger Roman, sowohl inhaltlich als auch sprachlich.
Fischer Verlag, Übersetzung: Elke Wehr, 978-3-596-19459-9 € 13,00

Fernando Contreras Castro: Unica blickt aufs Meer
Von der Schule direkt ins Grab – so hatte Unica sich das geschworen. Seit sie auf der großen Müllkippe des Rio Azul angekommen ist, schwört sie nicht mehr. Es ging ganz schnell, den einen Tag war sie noch Aushilfslehrerin, am nächsten arbeitslos und dann innerhalb kürzester Zeit ohne Obdach. So schließt sie sich den „Tauchern" an, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, aus dem Riesenmüllberg Verwertbares zu fischen, Metall, Glas, Papier zum Verkaufen, Essensreste und das ein oder andere Praktische für sich selbst. Unica stellt Regeln auf, einmal Lehrerin immer Lehrerin, manche sind schön: das abendliche gemeinsame Essen zum Beispiel. Den Jungen, der ohne Begleitung auftaucht nimmt Unica irgendwann als ihren Sohn an. Und als Jahre später Mondolfo Moya Garro auf die Müllkippe kommt, zieht er notgedrungen bei ihr ein. Mondolfo ist es auch, der die Initiative ergreift, als die Regierung die Müllkippe schließen will …
Fernando Contreras Castro gelingt mit diesem Buch ein richtiger Balance-Akt: Einerseits gibt er Unica einen fast naiven Blick auf die Welt, der es ihr möglich macht, überhaupt so zu leben, wie sie es tut. Andererseits beschönigt oder romantisiert er nicht – wie gefährlich es ist, ein „Taucher" zu sein, beschreibt er sehr klar. „Unica blickt aufs Meer" ist in Costa Rica Schullektüre, auch, weil die Basis der Geschichte, gerade nicht erfunden ist. Und auch wenn es eigentlich harter Tobak ist: Dieses Buch zu lesen ist sprachlich und inhaltlich ein großer Gewinn.
Spanien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2022. Strenggenommen passt dieser Roman, der dem magischen Realismus zugeschrieben wird, nur bedingt zu diesem Gastland: Costa Rica war bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts spanische Kolonie und Spanisch ist nach wie vor Amtssprache.

Unionsverlag, Übersetzung: Birgit Weilguny, 978-3-293-20943-5, € 12,00

Aufmerksam machen möchte ich noch einmal unbedingt auf die Lesung mit Arno Camenisch am Dienstag, 01.11.2022 um 19 Uhr im wunderschönen Café Omalisbeth (da gibt es natürlich auch Getränke!)
"Das Reisen sollte über vier Kontinente gehen, was ich da draußen lernte, war fürs Leben (...)"
Arno Camenisch nimmt uns in seinem Buch "Die Welt" mit auf diese Reise - es sind die Nuller-Jahre und alles ist im Umbruch ... Besonders Südamerika hat es ihm angetan, auch Spanien. Und doch erfahren wir auch vom Ankommen im Hier und Jetzt.
Diese Lesung wird interessant und toll!

          

Und dann gibt’s noch was zu „beichten“ … Ich hatte doch in den letzten beiden Büchereulen einen Gutschein ausgelobt. Zur Teilnahme an der Verlosung wollte ich gerne wissen, welches Buch, das jemals auf der Longlist zum deutschen Buchpreis stand, gerne gelesen wurde.
Ich weiß, dass auf diese Lieblingsbuchliste mindestens Sasa Stanisic mit "Herkunft" und Anne Weber mit "Annette, ein Heldinnenepos" drauf gehört. Darüber hab' ich mich nämlich öfter unterhalten.
ABER: Es hat keiner mitgemacht. Kann passieren 🤷‍♂️
Weil der Betrag aber ausgelobt war, gebe ich jetzt kurzentschlossen vier Bücher in die Schülerbücherei der Peter-Schöffer-Schule. Es sind richtig tolle Titel aus der Reihe "super lesbar" im Beltz-Verlag, die gute, altersgemäße Texte in einfach lesbarer Form darbietet. Damit auch die Kinder das Passende finden, die sich ein bisschen schwerer tun.
Ich sag' also mal: Herzlichen Glückwunsch liebe Peter-Schöffer-Schule! ❤️

Hier auch schon mal ein Hinweis für eine Aktion im Dezember: Wir sammeln Kerzenreste, den ganzen November lang, damit werden am zweiten Adventssamstag am Nachmittag Kerzen gegossen fürs Ahrtal. Einfach alles bringen, was Sie haben, ja? Wenn Sie mögen … In der gerade noch laufenden Woche hat sich übrigens ergeben, dass am zweiten Adventswochenende auch ein Weihnachtsmarkt in Gernsheim stattfindet. Birgit Weinmann und ich freuen uns, dass wir mit allem Tun in der Stadtwabe den Weihnachtsmarkt ergänzen. (Die Buchhandlung bleibt am Nachmittag und auch am Sonntag geschlossen, das ist logistisch einfach nicht zu machen.)
 
Die letzte Info gilt, wie fast immer, dem Bilderbuchpfad: Mittlerweile ist er umgebaut, ich finde, die neuen Halter sehen richtig toll aus! Und noch bis Samstag, 29.10.2022 ist dort das Märchen „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen spazierenzusehen, mit den schönen Aquarell-Illustrationen von Petra Lefin. An zwei Stellen habe ich etwas mildere Verben gewählt, da ich den Schlaf der Kinder, die sich das alles ansehen und vorlesen lassen, nicht hüte. Die Texte sind tatsächlich noch einmal relativ lang, bitte ein bisschen Zeit mit hinnehmen.
 
Bleiben Sie gesund und munter – oder werden Sie es –, aufmerksam und fröhlich: Das wünschen wir von Herzen. Und: Lesen Sie gut!

Herzlichst, Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der Buchhandlung Bornhofen
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
Fon 06258 4242, Fax 06258 51777
info@buchhandlung-bornhofen.de
HRA Darmstadt 53224

Büchereule 01-10-2022

Liebe Büchermenschen,

alle Termine auf einen Blick?
 
Eigentlich eine gute Idee, dachte ich. Was soll ich sagen: Ohne einige Arbeitsstunden meines Mannes gäbe es den übersichtlichen Terminflyer, den Sie heute als Anlage erhalten (und den es natürlich auch demnächst als Ausdruck in der Buchhandlung gibt) nicht. Überhaupt ist der Lieblings-IT-ler ein Tausendsassa – gerade sitzt er auch an einem Gernsheim-Kalender mit aktuellen Bildern und an „Farm der Tiere“ in einfacher Sprache. Die Fotos zum Kalender stammen von Frank Andres, Idee und Text zur „Farm der Tiere“ von Bettina Bär. Es tut sich was im kleinen Bornhofen-Verlag!

Der Flyer ist übrigens so gemacht, dass Sie ihn ausdrucken und an die Pinwand hängen können – dann entgeht Ihnen nämlich nix. Wir haben ja einiges vor in diesem Quartal! Es sind auch Termine dazugekommen, die wir noch nicht angekündigt haben.

Wichtig hinsichtlich der Buchhandlung sind die Öffnungszeiten für Oktober und November. Ich bin ja schon eine ganze Weile in den Kindergärten unterwegs, demnächst kommen noch fünf Grundschulen dazu (Lesetüten erste Klasse, ich freu‘ mich!). Da muss alles in der Buchhandlung ein bisschen umorganisiert werden. Denn tatsächlich mach‘ ich auch irgendwann ganz gerne Feierabend 😉 Darum also: An den Montagvormittagen bleibt die Buchhandlung geschlossen. Sonst ist sie zu den üblichen Zeiten geöffnet, also Montagnachmittag von 14 bis 18.30 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr sowie Samstag von 9 bis 13 Uhr. Der Anrufbeantworter läuft, für dringende Dinge gibt’s die Abholstation (die kann ich sehr früh am Montag schon füllen) und die üblichen digitalen Bestellwege stehen Ihnen auch zur Verfügung.

  

Im Schaufenster finden Sie übrigens schon Adventsbücher – und ein paar Wichteltüren sind auch da. Adventliches für Erwachsene steht dem Schaufenster gegenüber an der Theke … Wie versprochen: Es ist alles da, pompös dekoriert ist es aber noch nicht. Die Weihnachtsbücher stehen auch bereit, damit Sie das so machen können, wie es gut in Ihren Alltag passt. (Wobei auch eine wirklich große Zahl neue Romane und Sachbücher eingetroffen ist, sowohl als Taschenbuch als auch mit Festeinband.)

Die letzten Wochen habe ich mich intensiv mit spanischer Literatur beschäftigt – so ein Buchmesse-Gastland sorgt immer dafür, dass der Horizont weiter wird! Ich selbst bin eher nicht reiselustig (und Corona sowie Umweltschutzgründe kommen da noch obenauf), da sind mir die „Lesereisen“ eine wirklich große Freude. Eine kleine Auswahl an Titeln findet sich ab Dienstag dann auch im Schaufenster.
 
Die beiden nun folgenden Buchempfehlungen sind, wie sollte es anders sein, dem Gastland geschuldet. Ich entführe Sie also dorthin.

Yolanda Prieto Pardo: Meine 50 spanischen Cousinen
Wer 50 Cousinen hat, ist nie alleine. Wer 50 Cousinen hat, hört viele Geschichten. Und wer 50 Cousinen hat, weiß sie zu erzählen …
Da ist Esther, die in Frankfurt alles stehen und liegen lässt, weil ihre Patentante in Madrid sie braucht. Da ist Ana, die ihren Mann verlässt, auch, weil er nicht bereit ist, sich in den neuen Lebensort einzufügen. Da ist Celia, die sich lange nicht entscheiden kann, ob sie Ärztin oder Schauspielerin werden soll. Und noch einige andere Cousinen sind auch da, deren Geschichten erzählt werden. Geschichten, die in der ganzen Welt spielen, und doch immer einen Bezug zur spanischen Lebensart haben.
Yolanda Prieto Pardo erzählt so, dass wir nicht zwischen Realität und Erfindung unterscheiden können. Ob Esther, Ana und Celia wirklich Cousinen sind? Wir Leser*innen können das nie genau wissen – und gleichzeitig ist es eine Freude, Esther, Ana, Celia und all die anderen kennenzulernen. Keine der Geschichten ist länger als zehn Seiten, so ist dieser Erzählband die perfekte Lektüre für zwischendurch. Nicht nur zu Buchmessezeiten.
Größenwahn-Verlag, Übersetzung: Anja Rüdiger, 978-3-95771-300-1, € 13,00

Sergio del Molino: Leeres Spanien
 
Sie hören das Wort „Spanien“ – welche Bilder entstehen in Ihrem Kopf? Strände und Meer, Städte voller Menschen, altehrwürdige Bauten? Oder eher Kargheit, einer Wüste nicht unähnlich, ständiger Wind, Winterkälte und wenige Menschen? Letztendlich stimmt beides: Aber der etwas größere, karge Anteil ist weit weniger bekannt. Diese Gebiete waren schon immer spärlich besiedelt, die Entwicklungen seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben die Dörfer jedoch in einer kaum vorstellbaren Weise zu Geisterdörfern gemacht. In allen europäischen Ländern hat es Umsiedlung vom Land in die Stadt gegeben – und doch nimmt Spanien eine Sonderrolle ein, dergestalt, dass nirgendwo so große Unterschiede bezüglich der Einwohnerzahl pro Quadratkilometer sind, wenn man Land und Stadt vergleicht.
 
Diesem Umstand und dem dadurch entstehenden Lebensalltag geht Sergio del Molino in seinem Essay auf den Grund. Er verwebt dabei Fakten und Literatur, Vergangenheit und europäisches Leben zu einem wunderbar lesbaren und hochinteressanten Buch – jedes Kapitel setzt dabei einen anderen Schwerpunkt.
 
„Obwohl ich viele Quellen zu Rate gezogen habe, sehe ich mich keiner wissenschaftlichen Methode im Besonderen verpflichtet, wie ich auch auf keinem der dazugehörigen Gebiete eine Spezialausbildung vorzuweisen habe. Ich schreibe mit der glücklichen Unbekümmertheit des Dilettanten.“ Und wir lesen es fasziniert und lernen dabei Spanien ganz anders kennen.
 
Wagenbach Verlag, Übersetzung: Peter Kultzen, 978-3-8031-3721-0, € 30,00  
 

 
Bevor ich mich verabschiede noch drei Informationen:
Im Bilderbuchpfad ist noch bis zum 14.10.2022 „Ginpuin – Auf der Suche nach dem großen Glück“ spazierenzusehen. Nehmen Sie ein bisschen Zeit mit, der Text von Barbara Speulhof ist ein wenig länger und die Bilder von Henrike Wilson einen zweiten Blick wert.  
 
„Übernehmen Sie!“ am 05.11.2022 sucht noch mutige Kundschaft
Und es gilt nach wie vor: Sie können sich gerne für einen Abend von 19 bis 21 Uhr zum Solostöbern anmelden. Kleine Spezereien und Getränke sind in der Teilnahmegebühr von 5 € je Person beinhaltet.
 

Nun bleibt mir noch, Ihnen eine feine Zeit zu wünschen. Möge es Ihnen gut ergehen! Und: Lesen Sie gut!
 

Herzlichst, Ihre
Lucia Bornhofen

mit dem Team der Buchhandlung Bornhofen
Magdalenenstraße 55, 64579 Gernsheim
Fon 06258 4242, Fax 06258 51777
info@buchhandlung-bornhofen.de
HRA Darmstadt 53224

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