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hr-iNFO Büchercheck vom 25.05.2016      

„Die Gestrandete“ von Alexander Maksik"
Die Themen Flucht, Vertreibung und Intergration sind nicht nur mitten in unserer Gesellschaft, sondern auch in der deutschen Literatur angekommen. Nun kommt aus den USA ein Roman mit dem Titel „Die Gestrandete“, sein Autor heißt Alexander Maksik.

Worum geht es?
Gestrandet ist Alexander Maksiks Jacqueline auf der griechischen Insel Santorin. Sie ist 23 Jahre alt und  kommt aus dem westafrikanischen Liberia, einem Land, das jahrelang unter dem grauenhaften Terrorregime von Charles Taylor und einem Bürgerkrieg gelitten hat. Und wir begleiten diese starke junge Frau, die ein schreckliches Trauma mit sich herumschleppt, über ein paar Wochen hinweg.

Wie ist es geschrieben?
Es ist, trotz seines traurigen Themas, ein sehr schönes und positives Buch. Geschrieben in einer ganz einfachen Sprache. Einfach nicht im Sinne von simpel oder naiv. Sondern im Sinn von konzentriert, von reduziert auf das Wichtige. Wir beobachten fast in Echt-Zeit, was Jacqueline tut.

Wie gefällt es?
Mich hat dieser Roman tief beeindruckt! Das Ende bleibt offen. Dafür erfahren wir am Schluss des Romans den Anfang von Jacquelines Flucht-Geschichte. Ihr Vater war Minister unter Charles Taylor und  ihre Familie – auch die schwangere Schwester – wurden im eigenen Haus von Rebellen abgeschlachtet. Und das ist eine so schreckliche Szene, dass ich fast nicht weiter gelesen hätte. Die aber wichtig ist, weil sie Jacquelines Trauma– und damit das Trauma vieler Flüchtlinge – sichtbar macht, begreifbar macht.

Alexander Maksik: Die Gestrandete. Roman, Droemer/Knaur, München 2016. 286 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 9783426199749
 
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