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Unsere Historien-Empfehlungen in 2007:




Politik und Kirche.

Jakob Spengler ist erst fünfzehn, als er zusehen muss, wie sein Heimatdorf in der Nähe von Koblenz geplündert und gebrandschatzt wird, alle Dorfbewohner sterben. Die Begegnung mit dem reichen, klugen Kassem ben Abdullah und seinen beiden getreuen Dienern lässt ihn das Grauen zumindest zeitweise vergessen: an seiner Seite reist er die nächsten fünf Jahre durch ganz Europa und lernt dabei neben dem Führen von Waffen auch viel über Politik und Diplomatie. Erwachsen geworden kehrt er zurück an den Rhein und macht sich auf die Suche nach den vier Anführern von damals…
Schon nach wenigen Seiten hat der Autor Gisbert Haefs seine Leser in die Zeiten der Bauernkriege entführt – vor deren Hintergrund erzählt er, unterhaltsam und fundiert wie man es von ihm kennt, seine in vielen Teilen historisch genaue Geschichte von Fürsten, Kaisern und dem Pabst.

Gisbert Haefs: „Die Rache des Kaisers.“, Verlag Page & Turner, € 19,95


Weitsichtig und unbeugsam.

972 nach Christus: die blutjunge byzantinische Prinzessin Theophanu erreicht Rom um mit Otto dem Zweiten verheiratet zu werden – doch sie ist dort alles andere als erwünscht. Denn Ottos Braut sollte eine Prinzessin vom Stamm der Romanos sein, tatsächlich ist Theophanu nur eine angeheiratete Verwandte. Sie lernt schnell, sich durchzusetzen, und gegen den Willen der Kaiserin Adelheid, Ottos Mutter, heiratet sie ihn. Ein ruhiges Leben an Ottos Seite ist ihr danach nicht vergönnt…
Kaiserin Theophanu gab es wirklich, Beate Sauers Roman fußt also auf historischen Fakten: mit beeindruckender Erzählfreude und Detailgenauigkeit nimmt sie uns mit zurück in die Zeit vor tausend Jahren.

Beate Sauer: „Der Stern der Theophanu.“, Goldmann Verlag, € 9,95


Englische Geschichte zum Schmökern.

London, im Jahr 1451: Sir Matthew Shardlake wird in den Tower berufen und bekommt dort einen offiziellen Auftrag – er soll dem Tross König Heinrichs voran nach York reisen und dort die Petitionen an den König sichten helfen. Einen ungeliebten Zusatzauftrag muss er dann mit übernehmen, und so kümmert er sich, in York angekommen sogleich um das Wohlergehen des Verräters Broderick; denn dieser soll in noch verhörfähigem Zustand nach London überführt werden. Als kurze Zeit später ein Glaser tot aufgefunden wird muss Shardlake gegen seinen Willen die Ermittlungen aufnehmen – und gerät mitten in eine Verschwörung gegen den König…
„Der Anwalt des Königs“ ist bereits der dritte Kriminalroman mit Sir Matthew Shardlake: historisch korrekt und sehr spannend beschreibt der Autor C. J. Sansom das Leben im 15. Jahrhundert.

C. J. Sansom: „Der Anwalt des Königs.“, Fischer Taschenbuchverlag, € 9,95


Die Frau des Königs.

Berenguela von Navarra ist eine Frau mit Berufung: sie möchte ihr Wissen über die Kräuterheilkunde mehren und ein Krankenhaus am großen Pilgerweg nach Santiago de Campostella einrichten. Ihr Vater duldet ihre Leidenschaft stillschweigend – bis Richard Löwenherz, der seinerseits seit der Kindheit Adelaide von Aquitanien versprochen ist, nach einer zufälligen Begegnung um Berenguelas Hand anhält. Sie muss sich dem Willen des Vaters beugen und so führt der Weg sie an Richards Seite bis ins heilige Land…
Berenguela von Navarra war tatsächlich die Frau von Richard Löwenherz, sehr viel mehr über sie ist jedoch nicht bekannt – so hat die Autorin Susanne Stein ihr eine Biografie angedichtet, die zwar erfunden ist aber wahr sein könnte. Dabei ist Stein ein historischer Roman gelungen, der vielschichtig, prall und lesenswert ist.

Susanne Stein: „Der Löwe und die Königin.“, Verlag Droemer Knaur, € 8,95


Ein beeindruckendes Stück Geschichte…

Im englischen Derbyshire gibt es ein kleines Dorf mit bewegender Geschichte: in den Jahren 1666 / 1667 brach, durch feuchte Stoffballen aus London eingeschleppt, dort die Pest aus. Um die Dörfer im Umland nicht zu gefährden, legten sich seine Bewohner ein Ausgangsverbot auf.
Diese historischen Fakten hat die Autorin Geraldine Brooks mit Leben erfüllt. In ihrem wunderbar gradlinig geschrieben und gut übersetzten Roman sind es zwei Frauen, die junge Witwe Anna Frith und die Pfarrersgattin Elinor Mompellion, die, im Laufe der beiden Jahre in Freundschaft verbunden, gemeinsam gegen die Pest kämpfen. Da das Leben in der Enge des Dorfes mit seinen zahlreichen Kranken und Toten eine zunehmende Belastung für die Bewohner darstellt, haben sie es bald nicht nur mit der Pest, sondern auch mit Wahnsinn, Gier und falsch verstandenem Gottesglauben zu tun – und doch gibt es immer wieder Augenblicke der Hoffnung.

Geraldine Brooks: „Das Pesttuch.“, Verlag btb, € 9,00


Wieder da…

Arn Magnusson, zweiter Sohn des Herren von Arnäs überlebt einen Sturz vom Turm und wird in großer Dankbarkeit einem Zisterzienserkloster zur Ausbildung übergeben. Die Zisterzienser sind ein Bruderorden der Tempelritter und so lernt er, neben vielen theologischen Dingen, auch den Schwertkampf. Seine Rückkehr in die Familie gestaltet sich jedoch schwierig – sein Blick auf die Welt ist naiv und kindlich. So begeht er, bereits mit seiner großen Liebe verlobt, einen schwerwiegenden Fehler und wird geächtet. Seine Strafe, 20 Jahre als Kreuzritter verbringen zu müssen, führt ihn bis Jerusalem…
Wir hatten sie schmerzlich vermisst: die Götaland-Romane von Jan Guillou. Vor neun Jahren bei Piper erschienen, waren sie einige Zeit immer im Sortiment vorhanden, denn Guillou versteht es, historische Fakten in spannende Geschichten einzuweben und für Frauen und Männer gleichermaßen interessant zu schreiben. Jetzt hat der Heyne-Verlag die drei Romane unter neuem Titel wieder aufgelegt und auch der vierte Teil, den es bisher im deutschen nicht gab, wird im Frühjahr 2010 erscheinen.

Jan Guillou: „Der Kreuzritter – Aufbruch.“, Heyne Verlag, € 8,95


Ein ehrgeiziger Bräutigam.

Köln, 1096 n. Chr.: Friedrich von Schwarzenburg kommt nach Köln um seine Verlobung mit Fiona de Ponte zu lösen. Denn Friedrich ist ehrgeizig, er möchte Erzbischof werden - seit kurzem werden verheiratete Priester aber nicht gern gesehen, also beschließt er nach reiflichem Überlegen die Trennung. Fiona fügt sich in ihr Schicksal. Und als sie sich wegen einer unbedachten öffentlichen Äußerung, in der sie den Mönch Damian als falschen Propheten bezeichnet, verstecken muss, trennen sich ihre Wege endgültig, denn Fiona scheint in ihrem Versteck den Judenprogromen zum Opfer gefallen zu sein. Dann wird eine kostbare Reliquie aus dem Kölner Dom entwendet, ein Priester stirbt dabei: Friedrichs Zeit als Vertrauter des alten Bischofs ist gekommen…
Abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail zeichnet der Autor Albrecht Gralle ein Bild der Stadt Köln und seiner Bewohner zur Zeit der Kreuzfahrer – und auch das Privatleben seiner Protagonisten kommt keineswegs zu kurz. Sehr empfehlenswert.

Albrecht Gralle: „Die Braut des Bischofs.“, Aufbau Taschenbuchverlag, € 8,95


Sommer in der Toskana.

Nachdem Cecilia Barghini den viel älteren Augusto Inconti abgewiesen hat schickt ihre aufgebrachte Großmutter Cecilia in ein kleines Bauerndorf zum Witwer ihrer Cousine; dort soll sie sich um die kleine Dina kümmern. Angekündigt ist sie nicht, und sie kommt ausgesprochen ungelegen – doch die nächste Kutsche geht erst eine Woche später. So muss Enzo Rossi ihr notgedrungen für diese Zeit ein Dach über dem Kopf bieten. Der nächste Tag bringt nicht nur die erste Begegnung mit Dina, die sich als völlig verwahrloster Wildfang herausstellt, sondern auch einen ungewöhnlichen Todesfall. Einen Todesfall, in dem Enzo Rossi, der der Richter des Dorfes ist, ermitteln muss…
Helga Glaesener entführt uns mit diesem sehr spannenden und facettenreichen Kriminalroman ans Ende des 18. Jahrhunderts in die Toskana – und dies macht sie so gut, dass man froh ist, dass gerade der zweite Band als Taschenbuch erschienen ist.

Helga Glaesener: „Wespensommer.“, List Verlag, € 8,95


Ein Frankfurter Kriminalfall.

Goethes „Gretchen“ gab es wirklich: ihr Name war Susanna Margarete Brand, sie wurde Susann gerufen. Und ihre Geschichte – den Kindsmord und Susanns Ergreifung, ihren Prozess und die Verurteilung – diese Geschichte hat im späten 18. Jahrhundert für großen Wirbel gesorgt und im „Faust“ ein literarisches Denkmal bekommen.
Die Autorin Ruth Berger erzählt, auf Basis der historischen Fakten, Susanns Leben in anderer Art und Weise: spannend, hautnah und sehr bildhaft zeigt sie uns eine junge zupackende Frau, deren Leben durch einen einzigen Augenblick der Unbedachtheit aus den Fugen gerät. Dazu sind Bergers Schreibstil und ihre Beschreibungen des Frankfurter Lebens ausgesprochen reizvoll - ihr „Gretchen“ ist ein Wesen aus Fleisch und Blut in einer realistischen Umgebung.

Ruth Berger: „Gretchen.“, Rowohlt Taschenbuch, € 8,95



Unsere Historien-Empfehlungen in 2006:

Das Leben der Madame Tussaud.

Bei Madame Tussaud geht es uns ähnlich wie bei James Cook (siehe „Wir empfehlen“): nahezu jeder hat ihren Namen schon gehört – allerdings verbinden wir mit den beiden Wörtern nicht den Menschen Marie Tussaud sondern ihr Wachsfigurenkabinett.
Dabei ist ihr Leben nicht weniger interessant als das Kabinett: Marie Tussaud wurde 1761 in Straßburg geboren, noch als Kind übersiedelte sie mit ihrer Mutter nach Paris. Zur Zeit der französischen Revolution waren ihre Fertigkeiten als Wachsbildnerin schon sehr gut bekannt, dabei haben ihre Verbindungen zum Adel ihr das Leben in diesen Jahren sicher sehr schwer gemacht. Die Autorin Sabine Weiß erweckt Marie Tussaud für uns Leser zu einer Person aus Fleisch und Blut – und wie bei jedem wirklich guten historischen Roman erfährt man quasi „geschenkt“ sehr viel über die Zeitgeschichte.

Sabine Weiß: „Die Wachsmalerin.“, List Verlag, € 8,95


Eine große Legende.

Er gehört zu den großen Kämpfern, deren Namen auch heute noch jeder kennt: Dschingis Khan. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Dschingis Kahn einte verfeindete Stämme, die ihre Kräfte bis dahin hauptsächlich im Krieg gegeneinander vergeudet hatten, und setzte den Grundstein für das mongolische Reich. Es reichte im zwölften und dreizehnten Jahrhundert bis Mitteleuropa und gilt als das größte zusammenhängende Reich, das es je gab.
Conn Iggulden hat rund um die historischen Daten dieses Dschingis Khan eine Tetralogie verfasst, deren erster Band gerade erschienen ist. Absolut fesselnd  beschreibt er hier, wie aus dem jungen Halbwaisen ein gefürchteter Krieger wird und lässt dabei eine völlig fremde Welt vor dem inneren Auge des Lesers entstehen.

Conn Iggulden: „Dschingis Khan – Sohn der Wölfe.“, Verlag Blanvalet, € 8,95


Ohne Peter Schöffer…

Mainz, im Februar 1454: Nach seinem Studium in Italien und einer Ausbildung in Köln tritt Thomas Berger das Richteramt an. Schon die erste Begegnung mit seinem Dienstherren, dem Kurfürsten und Erzbischof Dietrich von Erbach verläuft unerfreulich, und bereits wenige Tage später eskaliert die Situation: während Berger die genauen Hintergründe des Mordes an der Kräuterheilkundigen Klara Roth untersucht um den wahren Mörder zu finden möchte der Erz-bischof, dem der Stadtrat von Mainz im Nacken sitzt, vor allem eine schnelle Hinrichtung und es ist ihm reichlich egal ob es einen Unschuldigen trifft. Die Verbindung der Toten zu Johannes Gutenberg und dessen Erfindung der Druckmaschine sowie ein geheimnisvoller Fremder erschweren Bergers Untersuchungen und bald ist auch sein Leben in Gefahr…
Historisch korrekt, richtig spannend und wirklich gut geschrieben: Christoph Borns Gutenbergkomplott ist sehr unterhaltsame Lektüre – auch wenn uns Gernsheimern natürlich Peter Schöffer (den er nicht mit „eingebaut“ hat) fehlt.

Christoph Born: „Das Gutenbergkomplott.“, Brunnen Verlag, € 9,95


Nibelungen einmal anders.

Europa im späten fünften Jahrhundert. In vielen Rückblenden erzählt der Skalde Bryndt Högnisson seine Geschichte: vom treuen, klugen und starken Hagen und dem gierigen König Gibich, vom unehrlichen Siegfried und der kämpferisch-aufrechten Brynhild. Von Liebe und Leid ist die Rede, heftigen Kämpfen und großen Intrigen – es ist die Geschichte der Nibelungen und sie ist mit der Gegend um Worms untrennbar verbunden.
Die Autorin Viola Alvarez hat die Nibelungensage nur zum Thema genommen: die Helden ihres Romans tragen die bekannten Namen, führen jedoch ein völlig anderes Leben. Das beschreibt sie inhaltlich so schlüssig und sprachlich so außergewöhnlich, dass es neben der Sage gut bestehen kann und man das Buch kaum zur Seite legen mag!

Viola Alvarez: „Die Nebel des Morgens.“, BLT, € 9,95


Am Ende der Welt…

Für die junge Lehrerin Helen Davenport ist es eine Überlegung wert: Die Gemeinde in Christchurch, Neuseeland, sucht Frauen, die im Haushalt und mit der Kindererziehung bewandert sind und bereit, mit wohlbeleumundeten Farmern ein neues Leben zu beginnen. Hier in England wird sich wohl keine Gelegenheit mehr finden, eine eigene Familie zu gründen, und da ihr die Überfahrt bezahlt wird, sagt sie zu. Auf dem Segelschiff lernt sie durch Zufall die junge Adlige Gwyneira kennen, die auch auf dem Weg zu einem ihr unbekannten Ehemann ist. In Neuseeland angekommen erweist sich das neue Leben der beiden noch viel abenteuerlicher und vor allem schwieriger als erwartet: die Farm von Helens Bräutigam ist nicht mehr als eine primitive Blockhütte und Gwyns Ehemann eigentlich gar nicht an Frauen interessiert…
Sarah Larks historischer Schmöker zieht den Leser augenblicklich in seinen Bann – zum Glück ist die Fortsetzung des Romans gerade erschienen!

Sarah Lark: „Im Land der weißen Wolke.“ Verlag Bastei Lübbe, € 8,95


Der Aufstand der Boxer.

Tsingtau kommt im Geschichtsunterricht an deutschen Schulen nicht bzw. nur am Rande vor. Dabei nahm diese Stadt im deutschen „Pachtgebiet“ Shantung Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Stellung ein, sie war wichtigster Handelsplatz für deutsche Firmen und gleichzeitig Standort der kaiserlichen Armee – sie war „des Kaisers Anteil am Kuchen China“, einen Kuchen, den die europäischen Kolonialmächte unter sich aufzuteilen suchten.
Genau hier setzt der neue Roman von Gerhard Seyfried an: er berichtet differenziert, sprachlich dicht und sehr packend über das Leben der Europäer, und setzt diesem den berechtigten Wunsch nach Selbstbestimmung gegenüber, den viele Chinesen hegten. Einen Wunsch, den sie im Aufstand der Boxer auch mit Gewalt umzusetzen versuchten, der aber brutal und gnadenlos niedergeschlagen wurde.

Gerhard Seyfried: „Gelber Wind oder Der Aufstand der Boxer.“ Eichborn Verlag, € 29,95


Eine letzte gute Tat…

Raoul von Bazerat ist ein Lebemann: Ende zwanzig und unverheiratet lässt er keine Feier und kein Mädchen aus. Als sich ein heftiger Husten als Geschwür in der Lunge entpuppt, erkennt er, wie wenig er bisher geschaffen hat. Keine Kinder, keine großen Taten, nichts, was Gott gnädig stimmen würde. So beschließt er, sich auf den Weg nach Rom zu begeben, um an höchster Stelle, beim Papst, um Sündenablass zu bitten. Unterwegs rettet er Kardinal Morra das Leben – und damit bekommt diese Reise einen ganz anderen Sinn. Denn Raoul erhält von Morra den Auftrag, das legendäre Antoniuszepter zu suchen und dem Heiligen Vater zu überbringen.

Eine Reise quer durch die Welt, Beduinen, Mongolen, hübsche Frauen und Kämpfe Mann gegen Mann: Christoph Lode hat einen fulminanten Roman geschrieben, der dem Leser die Welt des ausgehenden Mittelalters vor Augen führt und mit seinen sehr gelungenen Personenbeschreibungen glänzt.

Christoph Lode: „Der Gesandte des Papstes.“ Verlag Page & Turner, € 19,95


Noch unbekannt…

Da ist sie nun, die lang ersehnte Fortsetzung von „Die Säulen der Erde“. Große Bauwerke, Klerus und Adel, Liebe und Intrigen – der Autor Ken Follett hat alles miteinander verwoben und ein Panorama des ausgehenden Mittelalters geschaffen, dass gleichzeitig vielschichtig, informativ und gut lesbar ist.
Einmal ist keinmal: dieser Büchertipp wurde geschrieben ohne dass wenigstens einer von uns das Buch gelesen hat. Aber dieses Buch wurde von so Vielen sehnsüchtig erwartet und der Autor hat uns noch mit keinem seiner Bücher enttäuscht… Schreiben Sie uns Ihre Meinung: wir verlosen am 23. April 2008 (dem Welttag des Buches) unter den Schreibern der bei uns eingegangenen Kritiken zwei Buchgutscheine in Höhe von je 25 €!

Ken Follett: „Die Tore der Welt.“, Lübbe Verlag, € 24,95


Die Königin und der Philosoph.

Als Sophie Charlotte von Hannover mit 16 Jahren Friedrich III von Hohenzollern heiratet, hat sie nichts gegen den 10 Jahre älteren Witwer. Die folgenden gemeinsamen Jahre und die Geburt des Sohnes Friedrich Wilhelm bringt sie dann einander näher. Kaum ist Friedrich jedoch Kurfürst legt er immer größeren Wert auf eine strenge Hofetikette, Sophie Charlotte jedoch möchte mit ihrem wachen Verstand die wichtigen Dinge des Lebens ergründen. Auf Schloss Lietzenburg  trifft sie sich mit dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz – und nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden ein großes Vertrauen, die auf einem gemeinsamen Verständnis der Welt gründet. Der große Wunsch des Gelehrten, eine Universität in Berlin zu errichten kommt dabei auch Friedrich von Hohenzollern sehr zu gute…
Renate Feyl ist es einmal mehr gelungen, einen inhaltlich und stilistisch sehr gelungenen Roman zu schreiben, der tatsächliche Personen unserer Geschichte lebendig werden lässt.

Renate Feyl: „Aussicht auf bleibende Helle.“, Diana Verlag, € 8,95


Das beste Marzipanrezept.

Marie Kröger muss sich von ihrem Traum, Tänzerin zu werden, plötzlich und unerwartet trennen: die Nachricht vom Tod ihres Bruders bringt ihren Vater dazu, sie als Geschäftsführerin der Konditorei einzusetzen. Eine sehr schwierige Aufgabe, und für eine Frau im Jahr 1870 eine sehr ungewöhnliche dazu. Doch nur Marie kennt das Geheimnis des berühmten Marzipans, ein Geheimnis, das in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben wird und nur dieses Rezept kann den Fortbestand der Konditorei sichern. So stellt sie sich dieser Aufgabe…
Lena Johannson hat mit Marie Kröger eine Frauenfigur geschaffen, die gegen die Umstände ihrer Zeit rebellieren muss und die sich der Verantwortung ihrer Position immer bewusst ist – entstanden ist ein Roman, der uns eine lebensnahe Zeitreise ins ausgehende 19. und beginnende 20. Jahrhundert machen lässt.

Lena Johannson: „Das Marzipanmädchen.“, Droemer-Knaur Verlag, € 8,99




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