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Unsere Krimi-Empfehlungen in 2015:




Dem Rachesommer folgt der Racheherbst
 
Inhalt: 
Walter Pulaski hat keine gute Zeit. Als Ermittler im Dauerdienst bei der Kripo Leipzig darf er zwar Tatorte sichern und Leichen bergen – aber danach übernehmen die Anzugträger vom LKA. Als er zu einer Frauenleiche in der Elster gerufen wird und schon bald feststeht, dass es sich um die junge Nathalie handelte, beginnt er auf eigene Faust Fragen zu stellen. Denn der Tod einer Prostituierten steht nun mal ganz unten auf der Prioritätenliste des LKA. Zeitgleich hat die Anwältin Evelyn Meyer in Wien einen ausgesprochen unangenehmen neuen Mandanten, der ihr nahezu stündlich neue Lügen erzählt. Hat beides miteinander zu tun? Und die anderen toten Frauen, die in den letzten Jahren ähnlich wie Nathalie aufgefunden wurden etwa auch?

Warum lesen? 
Schon nach dem zehnseitigen Prolog hat Andreas Gruber uns Leser am Haken. Sein rasanter Thriller mit den beiden Handlungssträngen in Leipzig und Wien, mit vielschichtigen Protagonisten und zahlreichen überraschenden Wendungen ist ein Highlight im Krimiherbst. Und ja: den Rachesommer gibt es seit 2011 auch schon.
 
Andreas Gruber: „Racheherbst“, Goldmann Verlag, TB € 9,99, eBook € 8,99
Kriminalgeschichte
 
Inhalt: Friedrich Gontard, Kriminalbeamter im Ruhestand, begegnet bei einem Ausflug in den Elsass seinem Schulkameraden Georg Fuhrmann, den er zuletzt im Jahr 1939 in Weinheim gesehen hatte. Die beiden verabreden ein Treffen. Ein paar Tage später stehen nicht nur Gontard sondern auch zwei weitere Schulfreunde vor dessen Tür. Das Wiedersehen ist alles andere als gelungen – denn statt mit Georg über die letzten sechs Jahrzehnte zu erzählen, finden sie ihn ermordet vor. War es wirklich ein Raubüberfall?
Warum lesen? Lilo Beil verwebt in ihrem sehr schlüssigen Roman die NS-Zeit sehr gekonnt mit einem Erzählstrang im Jahre 1996. Die Fakten für ihre Geschichte sind sehr gut recherchiert – und viele der Wahrheiten, gerade bezüglich des Rechtsradikalismus, gelten auch heute.
 
Lilo Beil: „Das gläserne Glück“, Conte Verlag, TB € 11,90, e-Book € 6,99

20 Tage
 
Rebecca Winter, Ermittlerin bei Scotland Yard, ist seit Monaten hinter dem Finanzmakler Jarod Denver her. Nun hängt er im Park, scheinbar hat er Selbstmord begangen – so wie viele andere Finanzmakler in den letzten Monaten auch. Glauben kann sie das nicht und darum steckt sie schon sehr bald inmitten lebensgefährlicher Ermittlungen in der Finanzwelt. An der Seite des zwielichtigen BND-Beamten Eric Feg entdeckt sie einen geheimnisvollen Algorithmus, der das Geldsystem weltweit zum Erliegen bringen kann. Können die beiden das Programm noch stoppen? Und – was passiert, wenn ihnen das gelingt?
Thore D. Hansens Thriller ist erschütternd: er basiert auf Fakten, nennt Global Player beim Namen, die es tatsächlich gibt, er eröffnet Möglichkeiten, die unser aller Leben nachhaltig erschüttern könnten. Dazu ist er so elektrisierend geschrieben, dass man ihn wirklich nicht zur Seite legen mag.
 
Thore D. Hansen: „Quantum Dawn“, Europa Verlag, € 16,99, ebook € 12,99

Zwei Geschichten.
 
Cilla und Rolf Börjlind sind die berühmtesten Drehbuchautoren Schwedens und mittlerweile auch Krimiautoren. Bereits mit ihrem ersten Kriminalroman, der gerade als Taschenbuch erschienen ist, landeten sie auf den Bestsellerlisten. Und wer das Buch gelesen hat, weiß auch warum – ungewöhnliche Protagonisten, zwei ineinander verschachtelte, interessante Geschichten, reichlich Spannung und faszinierende Wendungen zeichnen diesen Erstling aus.
Im Sommer 1987 ertrinkt eine junge Frau auf der Insel Nordkoster, schon beim Fund der Leiche ist klar, es ist Mord. Ein Mord, den der ermittelnde Beamte Tom Stilton nicht aufklären kann. Mehr als zwanzig Jahre später, Stilton hat sein Versagen nie überwunden und ist daran zerbrochen, nimmt sich Olivia Rönning in einer freiwilligen Seminararbeit des Falles an. Sogleich ist sie fasziniert und setzt alles daran, Stilton zu finden, um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Zeitgleich gibt es brutale Überfälle auf Obdachlose, die von den Tätern gefilmt und ins Netz gestellt werden.  Gibt es da einen Zusammenhang?
 
Cilla & Rolf Börjlind: „Die Springflut“, Verlag btb, € 9,99, eBook € 8,99, geb € 19,99



Unsere Krimi-Empfehlungen in 2014:




Eine Tote wird gerettet
 
In Mannheim geht ein Frauenmörder um. Nach tagelanger Gefangenschaft erstickt er die Entführten und drapiert sie anschließend gedemütigt und entblößt in öffentlichen Parks. Sein jüngstes Opfer ist die siebzehnjährige Carola Lauk, die seit einer Woche vermisst wird. Der Mörder brüstet sich bereits per SMS gegenüber der Polizei mit der grausamen Tat, noch bevor die Leiche des Mädchens gefunden wird. Trotz einer großangelegten Suchaktion bleibt die Tote aber verschwunden, was Polizei und Mörder gleichermaßen überrascht. Der eigenwilligen Fallanalytikerin Lena Böll kommt im Laufe ihrer Ermittlungen ein ungeheuerlicher Verdacht: jemand muss die Leiche gefunden und versteckt haben …
Claus Probst verbindet in seinem Psychothriller „Nummer 2“ die Geschichte eines traumatisierten Mannes mit dem spannungsgeladenen Plot einer klassischen Mördersuche. Ein mitreißendes und ungewöhnliches Krimidebüt.
 
Claus Probst: „Nummer Zwei“, S. Fischer Verlag, € 9,99, eBook € 9,99


Kein Thriller.

Obwohl Thriller auf diesem Erstling steht – es ist keiner. Sondern ein gut geschriebener, vielschichtiger Kriminalroman mit einer außergewöhnlichen Ermittlerin, viel finnischem Lokalkolorit und höchst ungewöhnlichen Wendungen.
Anna Feteke ist Ungarin und hat den Jugoslawienkrieg hautnah miterlebt. Mittlerweile lebt sie, gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder, im finnischen Saloinen, hat eine Ausbildung bei der Polizei gemacht – und soll nun, im Sinne der Migrationspolitik, die Kriminalpolizei verstärken. Gleich der erste Fall hat es in sich: die junge Riika wurde auf grauenvolle Art getötet und wenige Tage später findet man einen zweiten Toten, der das gleiche aztekische Amulett in der Tasche hat. Ein Serienmörder? Annas Kollege Esko Niemi, fremdenfeindlich und raubeinig, glaubt nicht daran. Bis eine dritte Leiche ihn eines Besseren belehrt. Doch da ist Anna bereits allein unterwegs. Oder kümmert sie sich „nur" um die Kurdin Bihar, deren Familie ausschließlich Anna gefährlich erscheint?
Kati Hiekkapelto: „Kolibri.",
Heyne Verlag, € 14,99, eBook € 11,99


Unterschiedliche Perspektiven

Angie und Barry, Marina und Dave, Sue und Ed lernen sich im Florida-Urlaub kennen, sie verbringen entspannt viel Zeit miteinander. Lediglich das Verschwinden eines jungen Mädchens am Ende ihre Reise überschattet die schöne Zeit, später stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde. Zurück in England treffen sie sich in loser Folge zum Dinner – Termine, die immer stärker aus dem Ruder zu laufen scheinen. Schon die Paare selbst haben genug mit sich zu tun, in großer Runde werden die Gespräche immer mühsamer, das Beisammensein ist angefüllt mit unausgesprochenen Vorwürfen und dunklen Geheimnissen. Und dann stirbt auch in England eine junge Frau …
Wenn sechs Menschen das gleiche erleben, ist es noch lange nicht dasselbe. Mark Billingham gelingt es mit seinem Roman, der ganz bewusst nicht als Thriller klassifiziert ist, uns Lesern diese Wahrheit sehr anschaulich vor Augen zu führen. Jede Person kommt als Erzähler zu Wort, wirklich sympathisch ist niemand –genau das macht den Roman so spannend und unvorhersehbar.
Mark Billingham: „Die Lügen der anderen.",    
Atrium Verlag, € 19,99, eBook € 15,99


„Warum sind die Dinosaurier ausgestorben?" - „Buck Schatz"

Wir greifen vor: dieser Witz in Anlehnung an die Chuck-Norris-Witze steht kurz vor dem Ende des Buches. Subtiler Humor oder zarte Umschreibungen sind nicht Daniel Friedmans Sache – seine Mischung aus Krimi, Geschichtsroman und Großvater-Sohn-Geschichte ist ziemlich lustig, ziemlich spannend und ziemlich schonungslos.
Buck Schatz ist 87 und vom Alter gezeichnet. Eines Morgens wird er ans Sterbebett eines alten Kriegskameraden geholt, dort erfährt er, dass dieser seinen Nazipeiniger hat entkommen lassen, Buck solle ihm verzeihen. Was er nicht tut. Eigentlich will er einfach nur seine Ruhe haben. Als er seinem Enkel davon erzählt, will dieser sofort für Gerechtigkeit sorgen. Oder vielleicht auch nur den Goldschatz finden, mit dem der Nazi unterwegs war, jedenfalls befinden sich die beiden bald auf der Suche. Allerdings sucht wohl noch ein anderer nach dem Gold, denn irgendwie sterben diejenigen, die ihnen helfen, eines schnellen Todes …
Daniel Friedman: „Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten."
Aufbau Verlag, € 17,99, eBook € 13,99


Von geradezu hypnotisierender Wirkung

Lisa ist Mutter von drei Kindern und hat einen anstrengend-erfüllenden Job im Tierheim. Irgendwie hat ihr Tag stets zu wenige Stunden und so kommt es, obwohl sie sich redlich müht, immer mal zu Alltagsdramen – mal hat sie die Pizzazutaten für die Tochter vergessen, mal eine Spende für die Klassentombola des Sohnes. An einem Vormittag in der Vorweihnachtszeit passiert allerdings eine wirkliche Katastrophe: Lucinda, die beste Freundin von Tochter Sally ist unauffindbar und sie hätte schon seit dem vorigen Tag bei Lisa sein sollen! Und erst vor kurzer Zeit wurde ein Mädchen vergewaltigt aufgefunden. Was, wenn Lucinda das Gleiche passiert ist?

Die Überschrift ist übrigens ein Zitat von Tess Gerritsen über Paula Dalys Debütroman.
Daly lässt Lisa in Ich-Form erzählen, dazwischen gibt es Passagen aus Sicht der Ermittlerin
und aus Tätersicht: das alles entwickelt einen beeindruckenden Sog, der aber nie durch
große Gewalttaten entsteht. Eher durch den nervenzerreibenden Umgang Miteinander …
Paula Daly: „Die Schuld einer Mutter.",      
Manhattan Verlag, € 19,99, eBook € 15,99                     


Typisch englisch?

Eigentlich hätte Jonas Holly das Zeug, in der Großstadt Karriere zu machen. Doch seine Frau ist an MS erkrankt und die Schübe häufen sich, so dass er statt Polizeikommissar nun Dorfbobby ist, mit reichlich Zeit zum Umsorgen seiner geliebten Lucy. Das ändert sich, als die gelähmte Margaret Piddy stirbt und ihr Arzt sofort erkennt, dass es sich um Mord handelt. Holly, der seine Aufgabe im Beschützen der Dorfbewohner sieht, stellt Nachforschungen an, obwohl eine Polizeieinheit aus der Großstadt die Ermittlungen führt. Der Mörder wird jedoch nicht gefasst. „Und sowas nennt sich Polizist!" – das ist die erste anonyme Nachricht, die Holly erhält und ihm sein Versagen richtig vor Augen führt. Noch weitere Nachrichten folgen. Und weitere Morde …
„Der Beschützer" ist ein raffinierter, teilweise schonungsloser Thriller aus der englischen Provinz mit einem zartbesaiteten Dorfpolizisten, dem die grausamen Morde arg zusetzen, und mit einem unerwarteten Finale.
Belinda Bauer: „Der Beschützer", Goldmann Verlag, € 8,99, eBook € 7,99    




Meistens ist es jemand aus der Familie …

Jeder Krimileser und –Zuschauer weiß es: die Polizei schaut sich im Falle eines Gewaltverbrechens die Familie und den Freundeskreis immer sehr genau an; die meisten Taten sind (wenn man den Geschichten glauben schenken darf) in irgendeiner Form Beziehungstaten. Patrick und Carlo zum Beispiel werden die Gerichte ihrer Ehefrauen zum Verhängnis, allerdings in völlig unterschiedlicher Art und Weise, Roald Dahl und Donna Leon haben nun mal völlig unterschiedliche Ideen. Das blaue Haare und Saxophonspiel zutiefst spießig sein können hat hingegen Doris Dörrie in eine Geschichte verpackt. Allen elf Erzählungen gemeinsam ist der schwarze Humor - es hat schon seinen Grund, warum der Herausgeber Daniel Kampa als Intro Shakespeare zitiert: „Lieber gut gehängt als schlecht verheiratet."

„Bis dass der Tod euch scheidet.", Diogenes Verlag, 14,90 €



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