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Lieblinge
hr-iNFO Büchercheck vom 08.06.2017   


Kanae Minato: „Geständnisse“
Das Buch „Geständnisse“ von Kanae Minato führt uns nach Japan, zu einer Lehrerin, die wegen des Todes ihrer Tochter Rache nimmt. Eine Rache, die viele Menschen ins Unglück stürzt.

Worum geht es?
Yuko Moriguchi ist Lehrerin an einer Mittelschule in der Provinz, als ihre kleine Tochter Manami tot im Schulschwimmbecken gefunden wird. Ein tragischer Unfall, so das Ergebnis der Untersuchung. Aber Moriguchi hat Zweifel und findet die Wahrheit heraus: zwei Schüler ihrer Klasse haben gemeinsam Manami umgebracht. Als sie am Ende des Schuljahres ihren Abschied erklärt, berichtet sie in einer langen Rede ihren Schülerinnen und Schülern, was wirklich passiert ist. Sie nennt zwar nicht die Namen, aber alle wissen, wer die Schuldigen sind. Weil diese noch strafunmündig sind, erklärt Moriguchi zudem, in welcher Form sie den Mord rächen will: Die Täter sollen selbst nicht mehr sicher sein, noch lange zu leben. Damit setzt sie ein Drama in Gang, das sie nicht mehr unter Kontrolle hat, und ...

Wie gefällt es?
„Geständnisse“ von Kanae Minato ist ein böses Buch über die Untiefen der menschlichen Psyche, über verletzte Kinderseelen und die Auswirkung von zu starken oder zu schwachen Müttern. Über den Wahn, in den man sich steigern kann, wenn man sich vernachlässigt, verlassen und verraten fühlt. Mich hat fasziniert, wie Kanae Minato das Verhalten der fünf Protagonisten seziert, es erklärt und damit verständlich macht. Und gleichzeitig überliefen mich mehrfach Schauer des Grauens angesichts der emotionalen Kälte der Täter, die doch nach nichts mehr gieren als nach menschlicher Zuneigung.

Kanae Minato: „Geständnisse“, C. Bertelsmann-Verlag, 16,99 EUR, ISBN: 9783570102909
Mo - Fr  09.00 - 12.30
Mo - Fr  14.00 - 18.30
Sa        09.00 - 13.00
Jeden Monat neue Lieblinge, jede Woche neue hr-iNFO Bücherchecks!
Dienstag, 6. Juni bis Samstag 10. Juni 2017    



Ferien nach Pfingsten!




Da unsere Chefin literarisch in Norddeutschland unterwegs ist, legen wir eine kleine Pause ein.
Bestellungen (mit Lieferung am nächsten Tag nach Hause) sind wie gewohnt über den Shop möglich!


Ab 12. Juni sind wir wie gewohnt fröhlich, freundlich und kompetent wieder im Einsatz ...

Das Bilderbuch Mai.

Ganz schön philosophisch …

Eigentlich haben die beiden sich vorgenommen, einfach nicht mehr dabei zu sein, wenn einmal im Jahr die Eintagsfliegen schlüpfen: Fuchs und Wildschwein haben schon zu viel erlebt und wollen nicht wieder traurig sein. Doch es kommt ganz anders – zum einen geht es wirklich zu schnell in diesem Jahr und zum anderen ist die kleine Fliege so entzückend, dass sie sie um sich haben wollen. Neugierig ist die Kleine außerdem und will darum gleich wissen, warum sie denn so traurig sind. Weil man ja schlecht sagen kann, „weil Du morgen tot bist“, schwindelt das Wildschwein vom nahen Tod des Fuchses. Und schon beginnt ein wunderbarer „letzter Tag“ mit den großartigsten  Abenteuern …

Zugegeben, ein reines Bilderbuch ist Martin Baltscheits neuestes Werk nicht – ziemlich Geduld braucht man schon für die hundert Seiten mit den zahlreichen Bildern. Aber Kinder ab 6 und die vorlesenden Erwachsenen (ich finde, das muss wirklich zusammen gelesen werden!) werden ihr Vergnügen daran haben und zudem mit reichlich Redestoff über das Leben und den Tod versorgt.

Martin Baltscheit / Wiebke Rauers: „Nur ein Tag.“, Dressler Verlag, € 12,99 €, eBook € 9,99, Hörbuch € 7,99

Magdalenenstraße 55
64579 Gernsheim/Rh.
Telefon 06258 4242
hr-iNFO Büchercheck vom 04.05.2017  


Takis Würger: „Der Club“
Takis Würger führt uns mit seinem Debüt „Der Club“ in die elitären Zirkel der britischen Universitäten. Zu Studenten, die sich zu etwas Besserem berufen fühlen und dabei jeglichen Skrupel ablegen.

Worum geht es?
Hans Stichler ist ein körperlich schwacher Junge, in der Schule wird er gemobbt, er lernt das Boxen, um stärker zu werden. Als seine Eltern früh sterben, er muss ins Internat – und als er das Abitur abgelegt hat, bittet ihn seine Tante Alex, an die Universität Cambridge zu kommen, an der sie selbst lehrt. Er solle dort, so sagt sie ihm, Mitglied des Pitt Clubs werden und herausfinden, was die Boxer der Universität dort machen. Es gehe um ein Verbrechen. Hans, einsam, sensibel und ohne Halt, verlässt Deutschland und zieht nach England. Seine Tante Alex macht ihn mit Charlotte bekannt, einer jungen Frau, in die er sich schnell verliebt. Und – er boxt, und das sogar sehr erfolgreich. Doch was ist mit dem Verbrechen, das er aufklären soll? Er fragt Charlotte:

Wie gefällt es?
Ich war selten so tief berührt von der Erzählung eines Verbrechens und seiner Konsequenzen– einer Straftat, über die sowohl in der Realität als auch in Kriminalromanen schon vielfach berichtet wurde. Aber Takis Würger hat mich das alles auf eine ungewöhnlich intensive Art spüren lassen, die Verzweiflung der Opfer wie auch die Überheblichkeit der Täter – das ist phänomenal und einzigartig. Ein literarischer Hochgenuss, der so wichtige Dinge wie Gerechtigkeit, Moral, Rache und vor allem Wahrheit verhandelt. Ein grandioses Buch.

Takis Würger: „Der Club“, Verlag Kein & Aber, 22,00 EUR, ISBN: 9783036957531
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