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Archiv > Bilderbuch

unsere Bilderbuch-Empfehlungen in 2015

Inhalt: „Acht alberne Abenteurer, Aaron, Armin, Albrecht, Achim, Aike, Alfons, Arndt und Andy, angelten nach appetitlichen Aalen. Aber als alle Aale es ahnten und ablehnten anzubeißen, ärgerten sich die acht. Abends aßen alle Algen.“ Sie hören es schon: der Autor Günther Jakobs kann vergnügliche Buchstabengeschichten erzählen. Auf zwei bis vier Seiten je Buchstaben – wer möchte, kann aber auch einen ganzen, dicken Piratenroman lesen. Auch als Illustrator weiß, er was er tut, seine Bilder sind bunt und vielfältig, es gibt so einiges zu entdecken.
Warum vorlesen? Das quadratische Buch hat dicke Pappseiten, es ist damit schon für 2-Jährige geeignet. Die verstehen zwar die Geschichten noch nicht (gleich) – aber die Sprachspielerei, die hören sie sehr wohl. Und da es ein auch für Erwachsene sehr unterhaltsames Buch ist, steht dem Vorlesen überhaupt nix im Wege.
 
Günther Jakobs: „ABC der wilden Piraten.“, Carlsen Verlag, € 12,99
Inhalt: Gregor, das kleine Monster ist sich sicher, dass er grässlich laut, schrecklich stark und furchtbar schnell ist. Eines Tages aber kommt er ins Grübeln – ist er, mit seiner großen Nase und den abstehenden Ohren, auch schön? Wenn man was nicht weiß, muss man fragen. Und genau das tut er, bei Mama, Papa und vielen anderen. Was sie wohl antworten?
Warum ansehen und vorlesen? Auch wenn das Buch vordergründig von Schönheit handelt – eine besondere, ätzfarbene, monstermäßige Schönheit, plakativ und herrlich dargestellt – handelt es von viel wichtigeren Dingen: wer und wie bin ich, und wie nehmen mich andere wahr. Fragen, die sich über kurz oder lang alle Menschen stellen. Dann die wunderbare Botschaft dieses Buches im Kopf zu haben, ist einfach ein Segen: „Ich bin genau richtig.“.
 
Eva Dux und Sabine Dully: „Du bist so schrecklich schön!“, Oetinger Verlag, € 12,99

Inhalt: „Auf unserer Insel ist es oft windig und das Meer stürmisch und wild.“ so lautet der erste Satz dieses Pappbilderbuches. Natürlich wissen wir „Großen“, wie das Meer klingt. Die „Kleinen“ hingegen wissen das vielleicht noch nicht – und können es mit „Bei uns am Meer“ hören. Nicht auf Knopfdruck und mit Batterie, sondern durch geschickt eingebaute kleine Kugeln, die je nach Heftigkeit der Bewegung wild oder sanft „rauschen“. Die Autorin erzählt kleine Geschichtchen vom Leben am Meer, die Illustrationen sind vielfältig und eher niedlich.
Warum vorlesen? Alltagsleben am Meer, dazu die passenden Geräusche und kleine Anleitungen für andere Empfindungen – zum Beispiel sanftes Pusten ins Haar des Kindes als Windempfindung: Vorlesegenuss kann mehr sein als einfaches Bilderansehen.
 
„Bei uns am Meer. Hör mal. Schau mal!“, Coppenrath Verlag, € 10,95
Einsam, neugierig, wütend, fröhlich …
 
Irgendwann habe ich mal gelernt, dass ein Bilderbuch schon kein allzu schlechtes Bilderbuch sein kann, wenn das Vorsatzblatt interessant und / oder schön gestaltet ist. Nach diesem Maßstab ist unser April-Bilderbuchliebling ein sehr gutes Bilderbuch! Nach anderen Maßstäben übrigens auch: Die Illustrationen sind bunt und trotzdem nicht überfrachtet, die Farbwahl stets genau am Thema der Doppelseite, und man muss genau hinsehen, um alles Wichtige zu entdecken. Die Texte sind gereimt, allerdings nicht mit den üblichen „einfachen“ Reimen, sondern in einem ungewöhnlicheren Rhythmus, genaues Hinhören ist da hilfreich. Und die kurzweilige Geschichte ist anhand einzelner Adjektive erzählt – da werden Gefühle beschrieben, schöne und blöde, die jeder Mensch hat, und für Kinder ist es wichtig, sie benennen zu können und sie als gar nicht ungewöhnlich anzunehmen. „Der Elefant fühlt allerhand“ ist ein wirklich tolles und wirklich wichtiges Buch!
 
Alice Hoogstad / Hans Kuyper: „Der Elefant fühlt allerhand“, 
Ellermann Verlag, € 12,99
Ein Osterbuch?
 
Ja. In diesem herrlich hintergründigen, ein wenig pop-artig illustrierten Bilderbuch gibt es tatsächlich Hasen und auch Kaninchen. Und nein. Denn es wird eine überhaupt nicht österliche Geschichte erzählt, im besten Sinne ist sie erzieherisch und dabei ganz ohne erhobenem Zeigefinger.
Die Kaninchen stehen vor dem Stall und warten. Auf die neuen Mieter, die unpünktlich sind. „Typisch Hasen!“, wettert Frau Kaninchen. „Wir hätten nicht an Hasen vermieten sollen.
So beginnt Marina Badstubers Geschichte, in der schon gleich klar ist: die Hasen sind neu und blöd. Und die Kaninchen treu und überhaupt im Recht. So einfach ist das natürlich nicht! Doch wer weiß, ob die beiden Familien sich jemals miteinander arrangiert hätten – wenn nicht plötzlich ein sehr hungriger Fuchs aufgetaucht wäre …
 
Martina Badstuber: „Hasenpups! Neue Freunde für Familie Kaninchen.“, Arena Verlag, € 12,99
 

unsere Bilderbuch-Empfehlungen in 2014

Ein Weihnachtsbuch?
 
Auch. Zumindest sieht alles ganz weihnachtlich aus und es werden auch Plätzchen gebacken – Weihnachtszimtherzen, das Rezept ist sogar abgedruckt. Doch eigentlich beschreibt Manuela Olten in „Herzchen für Mama“ eine Situation die es täglich gibt und die doch für jede Familie etwas unglaublich Besonderes ist: Mama bekommt ein Baby, es gibt Familienzuwachs! Und wie könnte man sich die Wartezeit besser vertreiben, als eben Herzchen für Mama zu backen, mit der ganzen Liebe, die man zu geben hat. Da wächst sogar Papa über sich hinaus, denn der kann ja eigentlich gar nicht backen …
In Manuela Oltens Bilderbuch stimmt einfach alles: Geschichte, Erzählweise, Illustrationen. Ein richtiges Lieblingsbuch, nicht nur zur Weihnachtszeit oder wenn ein Baby kommt.
 
Manuela Olten: „Herzchen für Mama“, Aladin Verlag, € 9,95

„Ich kann schon aufstehen".

Ich kann ganz schnell machen. Ich kann schon Zähne putzen. Ich kann mich auch schon anziehen." So beginnt dieses kleine, leicht freche und trotzdem entzückende Bilderbuch. Erzählt wird die Geschichte vom kleinen Hund, dem kleinsten von fünf Geschwistern – der das keineswegs alles schon kann, wie man auf den Bildern sieht. Die vier „Großen" sind am Anfang des Tages noch geduldig, je mehr daneben geht („Ich kann sehr gut Geschirr abräumen!" endet mit vielen Scherben), desto düsterer wird ihr Blick. Die Illustrationen sprechen Bände! Beim Ball spielen muss er dann zusehen, auch wenn das natürlich total doof ist. Aber: klein sein kann auch vorteilhaft sein. Und Mut haben ist sowieso ganz wunderbar!

Sabine Wilharm: „Kann ich wohl!", Aladin-Verlag, € 9,95

Jeder Wagen ein Erlebnis.

„Das ist Ferdinand. Ferdinand mag sein Zuhause und Käse und seine Freunde. Aber was Ferdinand noch mag, sind Abenteuer. Deshalb kauft er sich ein Zugticket. ‚Ich fahre in die große, weite Welt‘, ruft er seinen Freunden zum Abschied zu."
Und dann steigt er ganz vorne in den Zug. Allerdings ist sein Sitzplatz ganz hinten, im allerletzten Waggon und so muss er einmal quer durch den ganzen Zug – das Abenteuer beginnt! Schlaf- und Speisewagen kennen wir ja alle, aber wer hat denn schon von einem Spiel-, einem Bade- oder Strandwagen gehört? Ferdinand entdeckt die schönsten Dinge. Und wir Leser und Betrachter entdecken sie mit ihm. Denn das Buch „Ferdinand auf großer Fahrt" im neu gegründeten Magellan-Verlag ist so unterhaltsam konzipiert und charmant illustriert, dass wir es gar nicht aus der Hand legen mögen.

Weber / Jeremies: „Ferdinand auf großer Fahrt.", Magellan-Verlag, € 12,95

Unscheinbar

Alle Tiere des Zooladens am Marktplatz warten darauf, dass endlich einer kommt und sie auswählt. Einer, der für sie da ist und ihnen einen Namen gibt. Denn wer keinen Namen hat – na, der ist doch gar nichts! Das kleine Chamäleon wird aber immer übersehen. Vielleicht, weil es sich so gut seiner Umgebung anpassen kann. Vielleicht aber auch, weil die Kaninchen und Meerschweinchen neben ihm so süß sind. Jedenfalls ist es im Winter immer noch da. Und im Frühjahr, es ist gerade wieder wach geworden, nutzt es die Gelegenheit, büxt aus und sucht das Abenteuer. Oder vielleicht jemanden, zu dem es gehört?
Brigitte Endres Geschichte vom Mut haben und Freundschaften finden ist kindgerecht und interessant erzählt, ohne erhobenen Zeigefinger und doch „pädagogisch wertvoll". Großartig wird das Buch aber durch die wunderbaren Zeichnungen von Joelle Tourlonias: mit wenigen Strichen gelingt ihr die Darstellung von Gefühlen, ihre Farbwahl ist ausgesprochen ausdrucksvoll - und genug zu sehen gibt es auch.

Endres / Tourlonias: „Hallo, ich bin auch noch da!",
Thienemann Verlag, € 12,99


„Anton sammelt immer Steine. Beatrix spielt gern alleine …

Carlchen liebt geblümte Socken. Dimitri hat Wuschellocken."
Sie ahnen es schon: so geht es durch das ganz Alphabet, bis hin zu Xaver, Yvonne und Zorro – jedes Kind sieht anders aus, hat andere Gefühle, jedes Kind ist einzigartig! Genau, wie es im echten Leben auch ist, da gibt es erst einmal kein richtig oder falsch, es gibt einfach eine bunte Vielfalt an Menschen und Lebensmodellen. Allerdings wird das in diesem Bilderbuch nicht benannt, den erhobenen Zeigefinger spart es sich, es wird einfach (gereimt) erzählt. Zusammen mit den wunderbar bunten Illustrationen ergibt sich ein absolut überzeugendes Pappbuch für Kinder ab 2 Jahren.

Brosche / ZORA / Kawamura: „Das große ABC der kleinen Kinder.", Coppenrath Verlag, € 8,95

Bekannt?!?

Wir alle kennen das hübsche Volkslied „Ein Vogel wollte Hochzeit machen". Genau deshalb ist es wunderbar geeignet für ein kleines Experiment: wie klingt denn die Musik einzelner Komponisten, beziehungsweise, wie kann die Essenz ihrer Musik Kindern deutlich gemacht werden? Der Annette-Betz-Verlag hat dazu ein sehr passendes Konzept entwickelt – da beschließen Amsel und Drossel zu heiraten. Und immer, wenn sie erzählen wollen, welche Musik sie sich wünschen, kommt ein anderer Vogel, fällt ihnen ins Wort und beschreibt blumig, warum sein eigener Lieblingskomponist genau der Richtige für diesen wunderbaren Tag ist. Dazu gibt es passende, sehr unterschiedliche Hörbeispiele, in denen die Melodie der Vogelhochzeit präsent ist, ohne allzu deutlich vorzuherrschen.
Ehrlich gesagt: das kann man gar nicht so mitreißend und überzeugend beschreiben, wie es tatsächlich ist! Empfehlenswert für Kinder ab 5 Jahren und interessierte Erwachsene.

Harrer / Oertel / Annau: „Ein Vogel wollte Hochzeit machen.", Annette Betz Verlag, € 19,95

Kleiner Tambo ganz groß.

In seiner Herde ist der junge Elefant Tambo der Kleinste von allen. Daher will er den anderen Elefanten durch eine Mutprobe beweisen, dass Großes in ihm steckt. Die Enttäuschung ist allerdings groß, da niemand zu seiner Mutprobe kommt. Als Tambo wieder zu seiner Herde zurückkehrt, hat sich seine Welt völlig verändert: Seine Mutter hat ein kleines Elefantenbaby zur Welt gebracht. Tambo ist überglücklich – auch, weil er nun nicht mehr der kleinste Elefant der Herde ist.
„Tambo" ist ein warmherziges Buch, das vor allem durch seine großen Illustrationen wirkt. Es ist ein sehr schönes Buch für Erstgeborene, um sich auf ein Geschwisterchen einzustellen – denn Tambo ist sichtlich stolz auf seine kleine Schwester.

Stephanie Schneider / Henrike Wilson: „Tambo, der kleine Elefant", Gerstenberg Verlag, € 14,95

Die Sonne bringt es an den Tag …

Es ist Frühling. Zauberer Barbeutzebutz schaut sich in seinem Häuschen um – und entdeckt im hellen Sonnenlicht überall Staub und Chaos. Kein Problem für einen Zauberer, denn mit dem passenden Zauberspruch lässt sich das schnell beheben. Doch seine magischen Sprüche bieten so manche Überraschung …
Die Verse sind schon ein bisschen anspruchsvoller in diesem „verrückten Reimspaß", sowohl für den Vorleser als auch den Zuhörer, und auch die farbenfroh-witzigen Bilder erschließen sich nicht gleich auf den ersten Blick. Doch genau diese Kombination (und die Zauberspruch-
Zutaten …) macht den Reiz dieses Bilderbuches für Kinder ab 5 Jahren aus!

Kai Lüftner / Monika Parciak: „Der Zauberer Barbeutzebutz",
Thienemann Verlag, € 12,99


Nichts Neues?

Zugegeben, es ist ausgesprochen schwer, ein neues Bilderbuchkonzept zu erfinden. Es gibt schon Fühl- und Wimmelbücher, solche mit kleinen Entdeckerklappen oder in der Art von Comics, Wende- und Gucklockbücher - viele davon sind wirklich gut. Dieser Tage hat arsEdition uns nun mit einem neuartigen Pappbuch erfreut: es ist ein Wimmelbilderbuch, bei dem die Bilder auf den großen, horizontal angeordneten Klappen völlig verschiedene Geschichten erzählen. Auf den ersten Blick sieht man, wuselig, vielfältig und charmant illustriert, was am Tag im Haus, auf der Straße oder im Zoo passiert. Das Umklappen präsentiert die gleiche Szenerie bei Nacht. Dass es der Illustratorin Katja Mensing gelang, die Anschlussszenen logisch zu gestalten, zum Teil durchgehende Geschichten zu erzählen und dabei viel Witz einzuarbeiten, ist schon wirklich Kunst: Kinder ab 2 Jahren und ihre Eltern dürfen sich freuen.

„Klipp-Klapp aus Tag mach Nacht." arsEdition, € 9,99

Gut versteckt …

Der kleine Vogel spielt Verstecken; er sucht den Elefant, den Löwen, das Nilpferd und den Tiger – dabei findet er einen ganzen Zoo vom Affen bis zum Zebra. Das wäre ja gar nicht so besonders, wenn Anton Poitier nicht so eine tolle Idee für den Aufbau dieses Bilderbuches gehabt hätte: einzelne Ausschnitte der „falschen" Tiere ergeben das „richtige", also das gesuchte Tier. Dazu gibt es Klappen und Löcher, vielfältig-bunte Zeichnungen, einfach viel zu entdecken; die gereimten Texte runden das Konzept ab. Ach. Eigentlich kann man das nicht erklären: dieses Bilderbuch muss man angucken und genießen.

Anton Poitier & Sophia Touliatou: „KrokoNil und ZebraFant", Carlsen Verlag, € 9,99

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